Pressekonferenz
Lammert hat keine Lust auf Englisch
Obwohl die internationale Wirtschaftspresse anwesend war, sprach Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) bei der Vorstellung des neuen Smartphones Deutsch und nicht Englisch. Das führte zu Irritationen unter den geladenen Gästen, denn eine Übersetzung war für sie nicht eingerichtet.
Auch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) pocht auf den Gebrauch der deutschen Sprache bei Pressekonferenzen.
Bei der Präsentation des neuen Smartphones des BlackBerry-Anbieters Research in Motion (RIM) in Bochum sprach er vor der Wirtschaftspresse auf Deutsch, nach RIM-Chef Mike Lazaridis die Journalisten zunächst auf Englisch begrüßt hatte.
Bei den ausländischen Pressevertretern sorgte dies aber für Irritationen, da RIM keine Übersetzung eingerichtet hatte.
Als eine ausländische Journalistin Lammert in seiner Rede unterbrach und ungehalten darauf aufmerksam machte, dass sie kein Deutsch verstehe, antwortete Lammert auf Englisch, dass man in Deutschland nun einmal "meistens" Deutsch spreche.
Er sei aber gerne bereit, ihr das Gesagte im Anschluss zu übersetzen. Anschließend setzte Lammert seine Ausführungen auf Deutsch fort.
Die Reaktion des Bundestagspräsidenten erinnert an das Verhalten von FDP-Chef Guido Westerwelle, der in seiner ersten Pressekonferenz nach der Bundestagswahl einem BBC-Reporter eine Antwort auf Englisch verweigert hatte.
"Wir sind hier in Deutschland", hatte Westerwelle erklärt und darauf verwiesen, dass es in Deutschland üblich sei, die Fragen in der Landessprache zu stellen.
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