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04.10.09

FDP-Vorsitzender

Westerwelle und die schöne deutsche Sprache

Seine Weigerung, einem britischen Reporter auf Englisch zu antworten, brachte Guido Westerwelle viel Häme ein. So wird er nie Außenminister, unkten daraufhin seine Kritiker. Doch der FDP-Chef will weiterhin bei offiziellen Anlässen Deutsch sprechen. Und gerade das macht Westerwelle offenbar sympathisch.

© dpa
Bekommt Rückenwind aus der Bevölkerung: Guido Westerwelle.

Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle will auch künftig bei offiziellen Anlässen Deutsch sprechen. "Ich bin der Meinung, dass in Deutschland bei offiziellen Anlässen Deutsch gesprochen wird. Die deutsche Sprache ist wunderschön und ich sehe keinen Grund, warum wir uns für die eigene Sprache genieren sollten", begründete Westerwelle in der "Bild am Sonntag" seine Weigerung, einem britischen Reporter eine Frage auf Englisch zu beantworten.

"Das hat mir Kritik von einigen Intellektuellen eingetragen. Aber Hunderte Bürger haben mir geschrieben: Endlich sagt es mal einer. Und ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass Deutsch in Europa nicht zur Viert- oder Fünft-Sprache wird – und zwar unabhängig davon, in welcher Funktion ich unserem Land dienen werde", sagte Westerwelle, der als Außenminister einer schwarz-gelben Bundesregierung im Gespräch ist.

Er fügte hinzu: "Meine Englischkenntnisse reichen – übrigens leider im Gegensatz zu meinem Französisch – für gute Gespräche aus."

Nach einer Emnid-Umfrage für "Bild am Sonntag" geben 54 Prozent der Befragten (503 am 1. Oktober) Westerwelle Recht, dass auf einer Pressekonferenz in Deutschland ausschließlich Deutsch gesprochen werden soll. 44 Prozent stimmen der Aussage "in Deutschland wird Deutsch gesprochen" nicht zu. Bei zwei Drittel der jungen Befragten (14 bis 29 Jahre) stößt die Englisch-Weigerung auf kein Verständnis.

Quelle: dpa/kami
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