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01.10.09

Englisch mit Guido

Westerwelle glaubt, dass er ein "Running Gag" wird

An Selbstironie mangelt es Guido Westerwelle nicht: "Die Präsidiumssitzung fand ausschließlich in deutscher Sprache statt", sagte der FDP-Chef bei einer Pressekonferenz. Für die Auseinandersetzung mit dem BBC-Reporter vor wenigen Tagen hatte Westerwelle eine interessante Erklärung parat.

© dpa
Westerwelle

"Die Präsidiumssitzung fand ausschließlich in deutscher Sprache statt", leitete FDP-Chef Guido Westerwelle eine weitere gut besuchte Pressekonferenz nach seinem sensationellen Erfolg bei der Bundestagwahl ein. Am Donnerstag ging es vor allem um Verhandlungsteam der FDP für die Koalitionsgespräche mit der Union.

Aber seine Kenntnis der englischen Sprache wurde von den Journalisten immer wieder humorvoll angesprochen. Westerwelle – der mögliche Außenminister einer schwarz-gelben Regierung – mutmaßte schließlich selbst, dass dies zum "Running Gag" werden wird – und dies blieb dann auch die einzige Kostprobe seiner Englischkenntnisse.

Seine etwas scharfzüngige Antwort auf einen englischsprachigen Journalisten am Montag, in Deutschland werde deutsch gesprochen, rechtfertigte er mit Schlafmangel. Nach sehr kurzer Nacht habe er sich möglicherweise etwas scharfkantig gezeigt. Aber der Journalist habe schließlich schon vorher dreimal die gleiche Frage gestellt.

Westerwelle bat um Verständnis für sein Verhalten. Die Journalisten sollten mal in Paris oder London versuchen, eine Antwort auf Deutsch zu bekommen. Hierzulande jedenfalls solle die "wunderschöne deutsche Sprache" gesprochen worden. "Und mit Verlaub gesagt, ich bin ja nun auch schon in vielen Hauptstädten dieser Welt unterwegs gewesen und Sprachkompetenz war noch niemals ein Thema", beschloss Westerwelle den Exkurs in eigener Sache.

Auf der Pressekonferenz sagte er einem deutschen Journalisten, der gern auch auf Altgriechich fragen würde: "Wenn Sie ihre Frage in Altgriechisch stellen, dann antworte ich Ihnen auf Latein."

Schon auf dem Weg zur Präsidiumssitzung grüßte er mit leichter Selbstironie schon mit "Bienvenue" und "Welcome" in die Kameras.

Quelle: AFP/ddp/Reuters/fas
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