Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
19.09.09

Nach Amoklauf

Merkel will mehr Polizisten zum Schutz der Bürger

Nach dem S-Bahn-Mord von München und dem Amoklauf von Ansbach warnt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einer Kapitulation des Staates vor der Jugendkriminalität. Videokameras und mehr Polizei an öffentlichen Orten sollen das problem lösen. Das Jugendstrafrecht will die Kanzlerin nicht verschärfen.

© dpa
Merkel bei CDU-Wahlkampfkundgebung in Hamburg
Merkel bei CDU-Wahlkampfkundgebung in Hamburg

In der "Bild am Sonntag" forderte sie zugleich mehr Polizeibeamte. Der Staat müsse den öffentlichen Raum schützen. "Straßen, Plätze, Bahnhöfe müssen sicher sein", sagte Merkel. "Wenn die Bürger den Eindruck gewinnen, dass der öffentliche Raum nicht geschützt ist, dann werden auch weniger Zivilcourage zeigen und leider wegsehen."

Die Lösung der Probleme mit der Jugendkriminalität bezeichnete sie als eine der größten Herausforderungen des Staates. "Die öffentliche Sicherheit ist ein genauso hohes Gut wie die soziale Sicherheit", sagte die Kanzlerin und forderte mehr Polizisten und eine umfangreichere Videoüberwachung. "Wir brauchen mehr Videokameras auf den Bahnhöfen und ausreichend Polizeikräfte vor Ort. Nur dann kann die Polizei rechtzeitig eingreifen."

Merkel plädierte zugleich für ein möglichst frühes Einschreiten des Staates und eine häufigere Anwendung des Erwachsenenstrafrechts bei 18- bis 21-Jährigen. Es gebe Lebensläufe von jungen Menschen, "die äußerst gewaltbereit sind und zu allergrößter Sorge Anlass geben."

Ablehnend äußerte sich die CDU-Vorsitzende zu Forderungen nach einer Verschärfung des Jugendstrafrechts. "Ich bin zurückhaltend, das Jugendstrafrecht weiter zu ändern." Der Staat müsse jedoch möglichst früh eingreifen, "wenn etwas schief läuft".

Merkel: "Aus meiner Zeit als Jugendministerin weiß ich, dass man auf unter 14-jährige noch viel leichter Einfluss nehmen kann als auf ältere Jugendliche."

.

Quelle: dpa/cor
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
EU-Gericht: Lindts Goldhase ist keine Marke
Bitteres Hasen-Urteil

Lindt-Goldhasen bekommen keinen EU-weiten Markenschutz.

Video Nachrichten mehr
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Atemnot Elton John sagt Vegas-Konzerte ab
Spitzentreffen Immer noch keine Einigung zum Fiskalpakt
Nasa-Satellit SDO Spektakuläre Aufnahmen der Sonne veröffentlicht
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Kaufberatung

Günstige Digitalkameras unter 150 Euro im Test

Habgier

Deutscher wegen Lego-Diebstahls vor US-Gericht

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote