Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
20.08.09

Annäherung

Nordkorea drängt USA auf direkte Gespräche

Nach dem spektakulären Besuch des Ex-US-Präsidenten Bill Clinton in Nordkorea mehren sich die Hinweise auf eine Annäherung beider Länder. Der frühere US-Botschafter bei den UN, Bill Richardson, traf mit hohen nordkoreanischen Diplomaten zusammen. Die Führung in Pjöngjang sei ganz klar auf bilaterale Gespräche aus.

© dpa
Das Treffen zwischen Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il (l.) und dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton (r.) Anfang August war einer erste Annäherung zwischen den beiden Ländern
Das Treffen zwischen Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il (l.) und dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton (r.) Anfang August war einer erste Annäherung zwischen den beiden Ländern

Das kommunistische Nordkorea drängt im Atomstreit auf direkte Verhandlungen mit den USA. Die Führung in Pjöngjang wolle ganz klar bilaterale Gespräche mit den USA und nicht den bisherigen Rahmen der Sechser-Gespräche, erklärte der demokratische Gouverneur des US-Bundesstaates New Mexico, Bill Richardson, nach einem Treffen mit nordkoreanischen Diplomaten am Mittwoch (Ortszeit) in Santa Fe.

Bedingungen für die Gespräche stellten die Vertreter aus Nordkorea, Kim Myong-gil und Paek Jong-ho, in den informellen Gesprächen nicht, wie Richardson dem US-Fernsehsender CNN am Rande des für zwei Tage anberaumten Treffens sagte.

Nach dem Besuch von Ex-Präsident Bill Clinton in Pjöngjang ist die Begegnung in New Mexico das zweite Treffen zwischen einem hochrangigen US-Politiker und Vertretern Nordkoreas. Bill Clinton war Anfang August nach Nordkorea gereist, um die Freilassung der inhaftierten US-Journalistinnen Laura Ling und Euna Lee zu erreichen.

Nach einem Treffen mit Staatschef Kim Jong-il durften die beiden Frauen in die USA ausreisen. Das Weiße Haus hatte anschließend betont, Clintons Besuch sei eine Privatangelegenheit gewesen. Auch das Treffen mit Richardson geht nach Angaben aus Washington nicht auf eine Regierungsinitiative zurück.

Die Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea sind derzeit sehr angespannt. Pjöngjang hatte Anfang April verkündet, an den Sechs-Nationen-Gesprächen über sein Atomprogramm nicht mehr teilzunehmen. Ende Mai nahm das Land einen zweiten Atombombentest vor und regte anschließend direkte Gesprächen mit den USA an. Washington verwies auf die Sechser-Gespräche unter Einbeziehung Südkoreas, Russlands, Chinas und Japans als geeignetes Forum.

Allem Anschein nach gibt es ebenso Annäherungen zum südkoreanischen Nachbarn. Nordkorea entsendet eine hochrangige Delegation zum Begräbnis des früheren südkoreanischen Präsidenten Kim Dae-jung. Die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete, der Besuch werde vom Sekretär des Zentralkomitees der regierenden Arbeiterpartei Kim Ki-nam angeführt und sei von Machthaber Kim Jong-il genehmigt.

Kim Jong-il hatte der Familie Kim Dae Jungs bereits ein Beileidsschreiben übermittelt. Mit der Entsendung einer Delegation zu dessen Begräbnis setzt Nordkorea eine Serie diplomatischer Entspannungssignale fort, denen monatelanges militärisches Säbelrasseln vorangegangen war.

Der am Dienstag verstorbene südkoreanische Politiker Kim Dae-jung hatte während seiner Amtszeit als Präsident von 1997 bis 2003 mit der sogenannten Sonnenschein-Politik eine Annäherung mit dem kommunistischen Norden erreicht

Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
EU-Gericht: Lindts Goldhase ist keine Marke
Bitteres Hasen-Urteil

Lindt-Goldhasen bekommen keinen EU-weiten Markenschutz.

Video Nachrichten mehr
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Atemnot Elton John sagt Vegas-Konzerte ab
Spitzentreffen Immer noch keine Einigung zum Fiskalpakt
Nasa-Satellit SDO Spektakuläre Aufnahmen der Sonne veröffentlicht
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Kaufberatung

Günstige Digitalkameras unter 150 Euro im Test

Habgier

Deutscher wegen Lego-Diebstahls vor US-Gericht

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote