Bevölkerungszuwachs
Mehr als eine Milliarde Menschen leben in Afrika
Mittwoch, 10. Februar 2010 10:07 - Von Claudia EhrensteinInnerhalb der letzten 25 Jahre hat sich die Bevölkerungszahl Afrikas verdoppelt. Jetzt leben dort mehr als eine Milliarde Menschen, jeden Monat kommen durchschnittlich zwei Millionen hinzu. Experten erwarten angesichts der neuen Zahlen, dass mehr Afrikaner die Flucht Richtung Europa antreten werden.

In keiner anderen Region der Welt wächst die Zahl der Menschen so schnell wie in Afrika. Jetzt hat die afrikanische Bevölkerung die Milliardengrenze überschritten. Das geht aus dem „Datenreport 2009“ hervor, den die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) gemeinsam mit dem US-amerikanischen Population Reference Bureau veröffentlicht hat.
Mit dem Bevölkerungswachstum aber nehmen Armut und Perspektivlosigkeit zu. „Die junge Generation wird ihre Situation nicht einfach hinnehmen“, sagte Bähr. Durch Fernsehen und Internet wüsste die Jugend, wie viel besser Menschen andernorts leben. Mit der Unzufriedenheit wachse auch das Krisenpotenzial in Afrika. „Immer mehr Menschen werden künftig versuchen, aus Afrika rauszukommen“, sagte Bähr.
Die Bevölkerung Afrikas hat sich innerhalb von 25 Jahren von 500 Millionen auf heute eine Milliarde verdoppelt. Seit Anfang der Neunzigerjahre geht das Bevölkerungswachstum zwar leicht zurück. Trotz der verheerenden Aids-Epidemie wird sich die Zahl der Afrikaner bis 2050 noch einmal auf zwei Milliarden verdoppeln. Weltweit leben derzeit 6,8 Milliarden Menschen.Die Bevölkerung Europas wird von heute 738 Millionen bis 2050 auf 702 Millionen Menschen sinken. Nur 15 Prozent der Europäer sind jünger als 15 Jahre, dagegen sind schon 16 Prozent älter als 65 Jahre. In Afrika liegt der Anteil der über 65-Jährigen nur bei drei Prozent.
Afrika brauche Investitionen in Bildung und Gesundheit, sagte Professor Klaus Leisinger von der Novartis-Stiftung für nachhaltige Entwicklung Morgenpost Online. Wenn es gelinge, die hohe Kindersterblichkeit zu senken, würden Frauen und Männer ansprechbar für Familienplanung. Doch für entsprechende Maßnahmen fehlten in Afrika die finanziellen Ressourcen. An die Industrieländer appellierte Leisinger, den Menschen in Afrika eine Perspektive zu verschaffen. Die Folgen, die durch Migrationsprobleme in der EU entstünden, seien viel teurer.Erschienen am 12.08.2009






Stellenmarkt
Wohnungen
Branchenbuch
Kleinanzeigen
Veranstaltungen
Kinoprogramm










Versicherungen
Gesundheitstests
Hotelsuche
Abo
Stadtplan
epaper
Archivsuche
Zeitung Heute
RSS
Newsticker
Video
TV-Programm
Wetter
Gehaltsrechner
Börse
Kredit und Zinsen
Europa
Krankenkassen
Hilfe
Handelsregister
Leserbrief
Kontakt
Mobilportal
iPhone-/iPad-Apps
Heizölvergleich