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04.08.09

Krankenkassen-Studie

Immer mehr Jugendliche mit Vollrausch in Klinik

In den vergangenen sechs Jahren hat sich die Zahl der Jugendlichen, die mit Vollrausch ins Krankenhaus gebracht wurden, einer Krankenkassenstudie zufolge verdoppelt. Die Zahl der Mädchen, die bis zur Besinnungslosigkeit trinken, sei noch deutlicher gestiegen als die Zahl der Jungen.

© picture-alliance/ dpa/dpa
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Die Zahl der Jugendlichen, die mit Vollrausch ins Krankenhaus gebracht werden, hat sich nach Krankenkassenangaben zwischen 2002 und 2008 verdoppelt. Dies gehe aus einer Studie der Gmünder Ersatzkasse hervor, die am Dienstag veröffentlicht wird, berichtete die "Rheinische Post". Die Zahl der Mädchen, die bis zur Besinnungslosigkeit trinken, sei noch deutlicher gestiegen als die Zahl der Jungen.


Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), sagte der Zeitung, sie setze vor allem auf Vorbeugung. "Wichtig ist, dass vor Ort gemeinsam an einer Lösung gearbeitet wird; das heißt, wenn Kommunen, Vereine, Schulen und Polizei zusammenarbeiten, dann ist dies der richtige Weg", so Bätzing.

Um der steigenden Zahl von Jugendlichen, die mit einer Alkohlvergiftung ins Krankehaus eingeliefert werden, entgegenzuwirken, fordert der Mannheimer Suchtforscher Karl Mann eine Verdoppelung der Alkoholsteuer. "Damit könnten wir den Konsum der Jugendlichen auf zehn Prozent des bisherigen Konsums senken", sagte Mann.

Den Anstieg des Alkoholkonsums bei Jugendlichen in den vergangenen Jahren führt der Mediziner auf den "Erlebnishunger Jugendlicher " zurück, der Moden unterliege: "Noch vor acht Jahren wurden Ecstasy-Tabletten geschluckt. Vor zehn bis 15 Jahren waren harte Drogen angesagt. Seit einigen Jahren ist es der Alkohol."

Quelle: dpa/fas
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