28.02.13

Beschäftigung

Arbeitslosigkeit steigt leicht auf 3,156 Millionen

Der frostige Winter hat dem deutschen Arbeitsmarkt zugesetzt – allerdings weniger als in früheren Jahren üblich. Im Februar waren 3,156 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland ohne Job.

Quelle: Reuters
22.02.13 1:23 min.
Das Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) prognostiziert einen langsamen, aber stetigen Konjunkturaufschwung. Insbesondere Exporte und die Baubranche helfen der deutschen Wirtschaft aus der Krise.

Schnee und Frost haben sich im Februar auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland bemerkbar gemacht. Die Zahl der Erwerbslosen stieg um 18.000 auf 3.156.000, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte.

"Der deutsche Arbeitsmarkt scheint die schwache wirtschaftliche Entwicklung der letzten Monate gut zu verkraften und zeigt sich insgesamt weiter robust. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Februar hat jahreszeitliche Gründe", erläuterte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Im Januar war die Arbeitslosenzahl überraschend gering auf knapp 3,14 Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 7,4 Prozent.

Eine Zunahme der Erwerbslosigkeit in dieser Größenordnung ist im Februar üblich. In diesem Jahr sei sie sogar etwas schwächer ausgefallen als sonst, berichtete die BA. Saisonbereinigt ging die Zahl der Jobsucher von Januar auf Februar um 3000 auf 2,917 Millionen zurück. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl nahm zwar im Westen um 5000 zu, im Osten hingegen um 8000 ab.

Zahl der Erwerbstätigen steigt

Auch im Februar 2012 hatte die Arbeitslosenquote 7,4 Prozent betragen. Damals waren allerdings 46.000 Menschen weniger auf Stellensuche als jetzt. Zugleich stieg binnen Jahresfrist auch die Zahl der Erwerbstätigen um 239.000 auf 41,40 Millionen (jüngste Daten vom Januar).

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte um 353.000 auf 29,14 Millionen zu (Dezemberzahlen). Diese regulären Jobs entstanden in den weitaus meisten Bundesländern und Branchen, besonders in den wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit), im verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen.

Gesucht werden derzeit besonders Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkehr und Logistik. Auch im Verkauf und in den Gesundheitsberufen werden Mitarbeiter gebraucht.

Allerdings geht die Nachfrage nach Arbeitskräften tendenziell zurück, wenn auch auf hohem Niveau. Im Februar waren bei den Arbeitsagenturen 431.000 offene Stellen gemeldet, das sind 42.000 weniger als vor einem Jahr.

Quelle: Reuters/AFP/dpa/cat
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