27.02.13

Erster Todestag

New York gedenkt des erschossenen Trayvon Martin

In Erinnerung an den vor einem Jahr getöteten schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin sind in New York rund einhundert Menschen auf die Straße gegangen. Mit dabei: Oscar-Gewinner Jamie Foxx.

Foto: AP/dpa
Noche Diaz, 24, of the Bronx, chants before a candlelight vigil in Union Square to commemorate the one-year anniversary of the fatal shooting of 17-year old Trayvon Martin by neighborhood watch member George Zimmerman in Florida, Tuesday, Feb. 26, 2013, in New York. (AP Photo/John Minchillo)
Noche Diaz, 24, of the Bronx, chants before a candlelight vigil in Union Square to commemorate the one-year anniversary of the fatal shooting of 17-year old Trayvon Martin by neighborhood watch member George Zimmerman in Florida, Tuesday, Feb. 26, 2013, in New York. (AP Photo/John Minchillo)

Für den vor einem Jahr in Florida erschossenen schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin ist in New York eine Mahnwache abgehalten worden. Rund hundert Menschen, darunter Martins Eltern und der schwarze Schauspieler Jamie Foxx, gingen am Dienstagabend auf die Straße und zündeten Kerzen für Martin an.

Der Tod des Jugendlichen am 26. Februar vergangenen Jahres hatte eine Rassismus-Debatte in den USA ausgelöst. "Ich bin Trayvon Martin", sangen viele Demonstranten. Einige trugen Kapuzenpullover, ebenso wie der Jugendliche am Abend seines Todes.

"Ich bin Mutter von zwei Söhnen, einer ist auf der Erde und einer im Himmel", sagte die Mutter von Martin, Sybrina Fulton. "Ich werde weiterhin für meine Söhne kämpfen." Jamie Foxx, der ebenfalls vor Ort war, nahm sie daraufhin in den Arm.

Die Organisatorin der Mahnwache, Stephanie Colon, sagte, bei der Demonstration gehe es um das übergeordnete Problem, für das Martins Fall stehe. "Ich bin hier als Mutter und als Großmutter und ich bin schockiert angesichts der Gewalt gegen schwarze Jugendliche und Latinos", sagte sie. Mahnwachen für Martin waren auch in Sanford nahe Orlando im Bundesstaat Florida, sowie in Los Angeles und in San Francisco geplant.

Tod entfachte Rassismusdebatte

Der damals 17-jährige Martin war in Sanford von dem Nachbarschaftswächter George Zimmerman erschossen worden. Dieser war an jenem Abend auf Patrouille unterwegs und hielt den Teenager für einen Einbrecher. Zimmerman sagte später aus, in Notwehr gehandelt zu haben. Martin war allerdings unbewaffnet. Er war vom einem Einkauf auf dem Weg nach Hause.

Der Tod des Jugendlichen hatte in den USA zu einer aufgeheizten Debatte über Rassismus geführt, in die sich auch Präsident Barack Obama einschaltete. Der Prozess gegen Zimmerman soll im Juni beginnen. Der heute 29-Jährige ist wegen des Vorwurfs des schweren Totschlags angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm rassistische Motive vor.

Martins Mutter Fulton hatte am späten Montagabend dem Sender CNN gesagt, zu welcher Entscheidung das Gericht auch komme, die Familie werde sie akzeptieren, "auch wenn sie uns nicht gefällt".

Quelle: AFP/mac
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