24.02.2013, 14:03

Cyberwar Hacker aus China greifen EADS und ThyssenKrupp an


Montage des Eurocopter NH90 von EADS. Bei dem Konsortium werden wichtige Rüstungsgüter entwickelt und gebaut

Foto: Johannes Simon / Getty Images

Montage des Eurocopter NH90 von EADS. Bei dem Konsortium werden wichtige Rüstungsgüter entwickelt und gebaut Foto: Johannes Simon / Getty Images

Der Rüstungskonzern EADS und der Stahlriese ThyssenKrupp wurden durch chinesische Hacker attackiert. Der Angriff war so schwerwiegend, das das Unternehmen die Bundesregierung informiert hat.

Deutsche Unternehmen sind einem Bericht zufolge zuletzt verstärkt Opfer von Hackerangriffen aus China geworden. Vor einigen Monaten habe es eine "bemerkenswerte" Attacke auf den europäischen Rüstungs-, Luftfahrt- und Raumfahrtkonzern EADS gegeben, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf Konzernkreise.

Das Unternehmen bestätigte dem Magazin demnach einen "Standardangriff". Dem Bericht zufolge war der Vorgang aber so schwerwiegend, dass EADS die Bundesregierung darüber informierte. Ziel eines "massiven" Angriffs "besonderer Qualität" war laut "Spiegel" auch ThyssenKrupp. Der Stahlkonzern teilte dem Magazin mit, die Attacke sei auf die USA beschränkt gewesen, die Adressen der Täter seien chinesisch gewesen. Unklar sei allerdings, ob und welche Daten die Angreifer kopiert hätten.

Der "Spiegel" berichtete weiter, der Verfassungsschutz habe im vergangenen Jahr fast 1100 Hackerangriffe ausländischer Nachrichtendienste registriert. Ziele waren demnach vor allem das Bundeskanzleramt, das Auswärtige Amt sowie das Bundeswirtschaftsministerium.

Besonders stark seien die Angriffe im Vorfeld des G-20-Gipfels auf Mitglieder der deutschen Delegation gewesen. Der "Focus" schrieb am Sonntag von über 1000 digitalen Angriffen aus China.

Zuletzt hatten in den USA zahlreiche große Firmen großangelegte Hackerangriffe vermeldet, die offenbar aus der Volksrepublik begangen wurden. Betroffen waren unter anderem Microsoft, Apple, Facebook, Twitter sowie große Zeitungen. Das US-Sicherheitsunternehmen Mandiant machte in einem Bericht eine Sondereinheit der chinesischen Armee für die Angriffe verantwortlich.

(AFP/dma)
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