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21.07.09

Wahlumfrage

Schwarz-Grün und Schwarz-Gelb fast gleichauf

Vieles deutet daraufhin, dass die Unionsparteien die Bundestagswahl gewinnen. Einem Viertel der Unions-Wähler wäre dann, einer Umfrage zufolge, eine Koalition mit den Grünen lieber als mit der FDP. Bei den Bundesbürgern sind diese beiden Koalitionsmöglichkeiten nahezu gleich beliebt.

© REUTERS
Merkel und Künast
Nach der Bundestagswahl hält Angela Merkel (r.) eine Koalition mit den Grünen noch nicht für möglich

Jeder vierte Wähler von CDU und CSU würde eine schwarz-grüne Koalition einem Bündnis von Union und FDP vorziehen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin "Cicero". Die große Mehrheit von 74 Prozent der Unionsanhänger sähe als Koalitionspartner allerdings lieber die FDP, wenn CDU/CSU nach der Bundestagswahl zwischen den beiden Optionen wählen könnten. Unter den Wahlberechtigten insgesamt fällt die Entscheidung knapper aus: 48 Prozent wären für Schwarz-Gelb, 42 Prozent für Schwarz-Grün.

87 Prozent der Grünen-Anhänger befürworten eine schwarz-grüne Koalition. wenn dadurch ein schwarz- gelbes Bündnis verhindert werden kann. Auf deutlich stärkere Zustimmung der CDU-Wähler trifft eine Koalition mit den Grünen den Angaben zufolge in Baden-Württemberg. Hier sind 45 Prozent der Unionsanhänger für ein Bündnis mit den Grünen, 55 Prozent hätten lieber die Liberalen als Koalitionspartner. Für die Umfrage wurden 1003 Menschen befragt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte einer schwarz-grünen Koalition nach der Bundestagswahl eine Absage erteilt. "Die Frage stellt sich für mich für die nächste Legislaturperiode auf Bundesebene nicht", sagte sie am Sonntagabend in der ARD. Die Parteiprogramme seien für solch ein Bündnis zu unterschiedlich.

Grünen-Fraktionsvize Christine Scheel betonte aber, solange die Union an der Atomkraft festhalte, sei Schwarz-Grün kein Thema. Auch reiche ein einzelnes Zugeständnis sicher nicht, um eine Koalition einzugehen. "Aber aussichtslos ist das nicht", sagte Scheel dem Magazin.

Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner betonte: "Schwarz-Grün könnte die Regierung der Zukunft sein." In den meisten politischen Sachfragen lägen die Wähler von Union und FDP noch näher beieinander, etwa bei der Kernenergie, Steuererleichterungen oder in der Bildungspolitik. "Aber es gibt auch verbindende Themen zwischen Schwarz und Grün."

Quelle: AFP/dpa/ddp/fas
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