28.01.13

Sexismus-Debatte

Aufschreie, Puritaner und hässliche Wahrheiten

Ein Text über die Piratenpartei brachte den Stein ins Rollen, doch so richtig in Fahrt kam die Debatte durch Rainer Brüderle. Ein Überblick über wichtige Beiträge zur Sexismus-Diskussion.

Foto: dapd

Im Zuge der Sexismus-Debatte gegen den Fraktionsvorsitzenden der FDP im Deutschen Bundestag, Brüderle, berichten Frauen unter dem Hashtag "#aufschrei" auf Twitter von eigenen Erfahrungen mit Sexismus
Im Zuge der Sexismus-Debatte gegen den Fraktionsvorsitzenden der FDP im Deutschen Bundestag, Brüderle, berichten Frauen unter dem Hashtag "#aufschrei" auf Twitter von eigenen Erfahrungen mit Sexismus

Es fing an mit der Piratenpartei und mit anzüglichen Bemerkungen von Rainer Brüderle. Doch die Frage, wie Männer und Frauen miteinander umgehen sollten, was unschön formuliert ist und was Diskriminierung, hat eine heftige Debatte im Netz ausgelöst. Hier finden Sie einen Überlick über Kommentare und Blogbeiträge, die sich mit dem Thema befassen:

"Man hört ja so einiges über Sie": Annett Meiritz rechnet im "Spiegel" mit dem Sexismus in der Piratenpartei ab.

"Der Herrenwitz": Auszüge aus dem kritischen Porträt von Laura Himmelreich, durch das die Debatte ausgelöst wurde.

"Journalistinnen sind kein Freiwild": "Stern"-Herausgeber Thomas Osterkorn verteidigt nach heftigen Reaktionen auf den Text die Reporterin Laura Himmelreich.

"Die hässliche Wahrheit": In der "taz" schreibt Anja Maier, der echte Skandal sei der Abwehrreflex, immer wenn es um Sexismus geht.

"Brüderle, der Stern und die Stunde der Puritaner": Für "Welt"-Autor Ulf Poschardt offenbart die Sexismus-Debatte eine ins Kraut wachsende Tugendwächterei.

"Prüder in Waffen": Claudius Seidl analysiert Laura Himmelreichs Text in der FAZ.

#Aufschrei: Tausende Frauen schreiben auf Twitter über Sexismus, der ihnen im Alltag begegnet.

"Die Krise des weißen Mannes": Bei "Spiegel Online" sieht Jakob Augstein durch die Sexismus-Debatte das Ende der Vorherrschaft weißer Männer eingeleitet.

"Frauen können sich wehren": "Welt"-Autorin Cora Stephan beklagt einen unsouveränen Opfer-Diskurs. Brüderles Entgleisung habe ein deutliches Wort oder zur Not auch eine Ohrfeige verdient, aber keinen landesweiten Aufstand.

"Als Willy Brandt die Grenze weit überschritt": "Welt"-Autorin Inga Griese erinnert sich an harmlose und weniger harmlose Übergriffe.

"Germany's sexism provokes backlash": Die "New York Times" entdeckt das Thema.

Quelle: DW/ks
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