25.01.13

Rekord-Haftstrafe

Kinderschänder soll bis zu 982 Jahre ins Gefängnis

Weil er in 170 Fällen des Kindesmissbrauchs schuldig gesprochen wurde, bekommt ein Amerikaner eine Rekord-Haftstrafe. "Er ist das Monster, von dem Kinder träumen", sagte eines seiner Opfer im Prozess.

Foto: US Police

Walter Meyerle, 36 Jahre alt, soll für mindestens 494 Jahre ins Gefängnis
Walter Meyerle, 36 Jahre alt, soll für mindestens 494,5 Jahre ins Gefängnis

Ein Gericht im US-Staat Pennsylvania hat einen Kinderschänder zu einer Rekorddauer von 494,5 bis 982 Jahren Haft verurteilt. Der heute 36-jährige Walter Meyerle, ein Tattoo-Künstler, war bereits im vergangenen August des Kindesmissbrauchs in 170 Fällen schuldig gesprochen worden. Das berichten US-Medien.

Nachdem er ein Mädchen im Austausch für sexuelle Gefälligkeiten tätowierte, hatte ihn die Polizei im Mai 2011 festgenommen.

Der Mann soll sich zwischen 1997 und 2010 an insgesamt 15 Jungen und Mädchen im Alter zwischen vier und 17 Jahren vergangenen haben. Bei den meisten Opfern habe es sich um die Kinder von Freunden und Freundinnen des Täters gehandelt, teilten die Behörden mit.

Er kam in der Nacht

Die Kinder schilderten die Tat auffallend ähnlich: Sie seien in der Nacht aufgewacht, als Meyerle sie streichelte. Wenn sie sich ihm verweigerten, drohte er, sie oder ihre Familienmitglieder zu verletzen. Er erzählte den Mädchen, dass er ihre kleinen Brüder vergewaltigen würde, wenn sie nicht ihm geben, was er wollte.

Alle Mädchen sagten vor Gericht, Meyerle habe ihr Leben verändert.

"Er ist das Monster, von dem Kinder träumen"

"Ich fühlte mich wertlos", sagte ein Kind. "Er hat meine Unschuld und meine Freiheit gestohlen." Ein anderes Mädchen sagte: "Ich habe so viel von meinem Leben verloren. Meine Kindheit wurde zerstört."

Ein weiteres Kind erklärte während des Verfahrens: "Er ist das Monster, von dem Kinder träumen. Der einzige Unterschied ist, dass unser Monster nicht verschwindet, wenn wir die Augen öffnen."

Weil die Richterin den Namen jedes Opfers verlas und die Verbrechen bis ins kleinste Detail schilderte, dauerte die Urteilsverkündung fast 4 Stunden.

Quelle: jds
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