19.01.13

Doktorarbeit

Schavan soll nicht absichtlich getäuscht haben

Im Plagiatsverfahren gegen die Ministerin rudert die Uni Düsseldorf zurück. Schavan soll nicht vorsätzlich getäuscht haben. Ein Verfahren zur Aberkennung des Titels empfiehlt die Kommission trotzdem.

Foto: dapd

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) muss weiterhin um ihren Doktortitel bangen
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) muss weiterhin um ihren Doktortitel bangen

Die Universität Düsseldorf schwächt ihre Vorwürfe im Plagiatsverfahren gegen Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) ab. Die Promotionskommission erhebe nicht mehr den Vorwurf, Schavan habe in ihrer Doktorarbeit absichtlich getäuscht, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Allerdings habe sie in Kauf genommen, gegen gängige Regeln wissenschaftlichen Arbeitens zu verstoßen. Das Gremium spreche sich weiter dafür aus, ein Verfahren zur Aberkennung des Titels einzuleiten.

Schavan wird vorgeworfen, in ihrer 32 Jahre alten Doktorarbeit "Person und Gewissen" Textpassagen unsauber übernommen zu haben. Die Ministerin hat wiederholt beteuert, ihre Arbeit "nach bestem Wissen und Gewissen erstellt" zu haben.

Philosophieprofessor verteidigt Schavan

In einem im vergangenen Oktober bekannt gewordenen internen Prüfbericht wurde Schavan eine "leitende Täuschungsabsicht" bescheinigt. Am Dienstag entscheidet die Universität darüber, ob ein Verfahren zur Aberkennung des Doktortitels eröffnet wird.

Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete vorab, der emeritierte Philosophieprofessor Ludger Honnefelder habe im Auftrag Schavans eine Expertise erstellt. Darin werfe er dem Gutachter der Universität vor, sich vorwiegend an formalen Textvergleichen zu orientieren.

Die maßgebliche Frage, "nämlich ob die Arbeit einen selbstständig erarbeiteten wissenschaftlichen Beitrag erbringt, der die Vergabe des Doktortitels rechtfertigt", werde vom Berichterstatter der Universität, Stefan Rohrbacher, dagegen nicht erörtert.

Quelle: dapd/ks
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