18.01.13

Linke

Wagenknecht wirft Steinbrück Ideen-Klau vor

Kurz vor der Wahl in Niedersachsen zeigt sich Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht angriffslustig. Dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück wirft sie vor, Ideen ihrer Partei übernommen zu haben.

Foto: dapd

Kämpferisch: Die stellvertretende Vorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, attackiert die politische Konkurrenz
Kämpferisch: Die stellvertretende Vorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, attackiert die politische Konkurrenz

Dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück fallen keine eigenen Ideen mehr ein, er klaut sie bei der Linkspartei. Zu diesem Schluß kommt die Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht im Interview der "Jungen Welt".

So fordere der frühere Finanzminister mit einem Mal die Begrenzung der Dispo-Zinsen. "Steinbrück kann froh sein, dass es in der Politik kein Copyright gibt – wir fordern seit langem ein Ende dieses Zinswuchers und haben mehrfach Anträge dazu in den Bundestag eingebracht", so Wagenknecht.

Ähnlich sei es mit den Linke-Forderungen nach Einführung eines Mindestlohns und einer Finanztranksaktionssteuer gewesen. Diese seien vom damaligen Bundesfinanzminister Steinbrück als grober Unfug zurückgewiesen worden – "heute ist es SPD-Position. An sich ist da ja erfreulich, wenn sich andere unseren Positionen annähern. Wenn es nur glaubwürdig wäre."

Männliche Kollegen unattraktiv

In einem anderen Interview gab Wagenknecht an, die meisten ihrer männlichen Kollegen im Bundestag unattraktiv zu finden. "So wirklich verführerischen Kollegen begegnet man im Reichstag eher selten", sagte die 43-Jährige der "Bild".

Die frühere Wortführerin der Kommunistischen Plattform in ihrer Partei war kürzlich in einer "Playboy"-Umfrage hinter der Piratin Marina Weisband zur zweitschönsten Politikerin Deutschlands gekürt worden. Sie ist mit dem 69-Jährigen Ex-Parteichef der Linken, Oskar Lafontaine, liiert.

Wagenknecht zeigte sich in dem Interview genervt darüber, dass so viel über ihr Aussehen geredet wird. "Ich ärgere mich, wenn versucht wird, mich auf mein Aussehen zu reduzieren. So geht man immer nur mit Frauen um, mit Männern nie."

Quelle: dpa/fp
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