18.01.13

Interne Querelen

CDU-Vize Bouffier ruft die FDP zur Ordnung

Rückendeckung für Philipp Rösler: Statt mit Personaldebatten die Wähler zu verunsichern, solle die Partei sich auf einen schwarz-gelben Wahlerfolg in Niedersachsen konzentrieren, rät Volker Bouffier.

Foto: dapd

Der hessische Ministerpräsident und CDU-Vizechef Volker Bouffier rät der FDP von einer Personaldebatte ab - und von einer Ampel-Koalition
Der hessische Ministerpräsident und CDU-Vizechef Volker Bouffier rät der FDP von einer Personaldebatte ab - und von einer Ampelkoalition

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier hat die FDP eindringlich davor gewarnt, mit Personaldebatten einen Wahlerfolg der schwarz-gelben Landesregierung in Niedersachsen zu gefährden. "Die FDP tut gut daran, sich bis zur letzten Minute im niedersächsischen Wahlkampf zu engagieren und keine Personalfragen aufzuwerfen", sagte Bouffier der Berliner Morgenpost. "Im Wahlkampf muss man die Kräfte bündeln und bei den Bürgern um Vertrauen zu werben."

Der hessische Ministerpräsident stärkte zugleich dem innerparteilich stark unter Druck geratenen FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler den Rücken. Er traue Rösler zu, die FDP als Parteichef und Spitzenkandidat zu einem Erfolg bei der Bundestagswahl zu führen, sagte Bouffier.

"Wenn es uns in Niedersachsen gelingt, die erfolgreiche Arbeit von CDU und FDP fortzusetzen, wird auch ein Stimmungsumschwung für Philipp Rösler stattfinden", betonte er. "Die FDP hat alle Chancen, sich zu stabilisieren und unser erster Ansprechpartner zu bleiben."

"Ampelkoalition würde FDP innerlich zerreißen"

Bouffier, der auch in Hessen mit den Liberalen regiert, riet der FDP zugleich davon ab, eine Ampelkoalition in Betracht zu ziehen. "Mir fehlt jede Fantasie, wie die FDP ihre Vorstellungen mit SPD und Grünen irgendwo umsetzen kann", sagte er. "Eine Ampelkoalition würde die FDP innerlich zerreißen. Ein solches Bündnis hat keine Zukunftsperspektive."

Einer schwarz-grünen Koalition erteilte Bouffier eine klare Absage. "Natürlich müssen demokratische Parteien miteinander koalitionsfähig sein. Aber wenn ich mir anschaue, was die Grünen auf ihrem Parteitag beschlossen haben, kann ich mir schwer vorstellen, dass man mit dieser Partei eine gute Politik zum Wohle Deutschlands machen kann", sagte der Stellvertreter von Angela Merkel.

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