05.01.13

Test

Diese Online-Videotheken bringen Filme ins Haus

Keine Lust auf ödes TV-Programm? Per Video on Demand gibt es neue Filme via Internet. Aber wer bietet große Auswahl, gute Qualität und günstige Preise? Sieben Anbieter im großen Test.

Von Kai Zantke
Foto: Google

Platz 7: Google Play Store:
Enttäuschend: Googles Betriebssystem Android läuft auf fast jedem zweiten Smartphone und ist auch über die TV-Box von Google verfügbar. Das Filmangebot im Google Play Store ist aber extrem mager. Zudem sind die Preise zu hoch, die Bildqualität zu niedrig - da bleibt nur der letzte Platz.
Wie umfangreich ist das HD-Video-Angebot? Sehr geringe Auswahl an HDFilmen. Note: 3,52
Was kosten die HD-Leihfilme? Angesichts der Bildqualität sind 3,99 Euro zu teuer. Note: 2,53
Wie hoch ist die Bild- und Tonqualität in HD? Schlechtes Bild mit wenigen Details trotz HD-Angabe. Note: 3,04
Wie einfach klappt das Ausleihen? Schneller Ausleihprozess, im Test gab’s aber Probleme mit der Wiedergabe. Note: 3,44
Wie sicher ist die Abwicklung? Schwammige Bestimmungen, verbraucherunfreundlich. Note: 3,36
Testergebnis: befriedigend (3,11)

8 Bilder

Ein langweiliger Abend und keine Lust, zur Videothek zu rennen? Mit einem internetfähigen Fernseher oder einer TV-Box kommt der Leihfilm direkt vom Onlinedienst ins Wohnzimmer – am besten in HD.

Wo gibt es im Netz die größte Auswahl, die aktuellsten Filmhits sowie gute Bild- und Tonqualität? Computer Bild hat sieben große Anbieter getestet.

Mission Possible – so geht's

Damit der HD-Film problemlos via Internet zum Fernseher kommt, brauchen Sie mindestens einen DSL-6000-Internetanschluss. Ab da führen viele Wege nach Rom, pardon ins Wohnzimmer: Zum einen können Sie den Film per Internetbrowser an Laptop oder PC direkt ansehen. Zum anderen gelangt der Film über ein HDMI-Kabel auch auf den Fernseher.

Aber diese Konstruktion ist meist schlecht von der Couch aus zu bedienen. Einfacher klappt's mit einem internetfähigen Fernseher. Auf den meisten dieser Smart-TVs ist der Zugang zu einer oder mehreren Online-Videotheken ab Werk an Bord, bei einigen Geräten muss der Nutzer die entsprechende App erst installieren.

Ältere Fernseher werden mit einer externen Box fit fürs Internet. Das kann zum Beispiel ein Sat-Receiver von Humax sein. Aber auch Set-Top-Boxen (ab 70 Euro) oder die Spielkonsolen von Sony und Microsoft haben in den meisten Fällen eine App für zumindest einen der Anbieter.

Das Filmangebot und die Preise

Um das Angebot zu testen, stellte Computer Bild einen Warenkorb mit 100 HD-Leihfilmen zusammen. Testsieger iTunes hatte davon immerhin 50 Prozent auf Lager, während die Ausbeute beim Suchriesen Google erstaunlich schlecht ausfiel: Gerade mal 17 von 100 Filmen gab's im Play Store.

Oft können Sie Filme auch kaufen, darunter Titel, die man gar nicht leihen kann. Der Film liegt dann bei Ihnen gespeichert auf der Festplatte oder in der Cloud beim Anbieter vor. In allen getesteten Fällen lag der Kaufpreis teilweise mehr als 8 Euro über dem Preis für eine Blu-ray.

Leihfilme sind mit durchschnittlich knapp fünf Euro recht teuer – immerhin lässt sich ein ausgeliehener Film nach dem Start der Wiedergabe bis zu 48 Stunden lang beliebig oft abspielen.

Bedienung? Nicht immer einfach

Doch bevor die "Men in Black" im Wohnzimmer Aliens jagen dürfen, muss sich der Nutzer registrieren. Diese Prozedur ist aber nur einmal fällig und auch schnell erledigt. Danach steht das komplette Filmangebot des ausgewählten Anbieters zur Verfügung. Die problemlose Bezahlung per Bankabbuchung erlauben übrigens das Media-Markt-Angebot Videodownloadshop, Maxdome und Videoload.

Die Suche nach dem Wunschfilm klappt nicht bei allen Anbietern flott und bequem. Vor allem wer ältere Filme sucht, fühlt sich gelegentlich wie Indiana Jones auf der Jagd nach dem verlorenen Film-Schatz. So verzeiht Maxdome keine Fehler: Wer sich einmal vertippt, bekommt eine Liste von 100 teilweise obskuren Treffern. Bei der neuesten Software der Sony PlayStation 3 haben die Entwickler die Umlaute vergessen, weshalb der Nutzer teilweise viel scrollen muss – und am Ende den gewünschten Streifen oft doch nicht findet.

Vorbildlich einfach führt Apple zum Wunschfilm. Schon beim Tippen eines Buchstabens listet iTunes Vorschaubilder der möglichen Treffer auf, meist genügen die ersten drei Buchstaben.

In 60 Sekunden gespult

Sie haben den coolen Spruch des Helden nicht verstanden? Oder wollen eine Actionszene noch mal sehen? Vor- oder Zurückspulen klappt leider nicht bei allen Anbietern problemlos. Beispiel Media Markt: Die zugehörige Inverto Volksbox bietet keine Möglichkeit, Kapitel zu überspringen oder schneller als achtfach vorzuspulen.

Ärgerlicherweise spult die Box dafür umso schneller rückwärts. Nutzer der Sony PlayStation hingegen rasen mit 120-facher Geschwindigkeit im Blindflug durch den Film – die Bildvorschau fehlt. Nach diesem rasanten Tempo gönnt sich die PlayStation dann fast 60 Sekunden Verschnaufpause, bis sie endlich das Bild aufbaut. So benutzerunfreundlich zeigt sich kein anderer Anbieter.

Die Datenrate ist entscheidend

Vor allem Leihfilme in hoher Auflösung (HD) erfordern eine schnelle Internetverbindung, 16 Mbps (DSL 16000) sollten es schon sein. Aber selbst dann kann es zu Rucklern, vor allem bei Kameraschwenks, kommen.

In den Computer Bild-Tests kamen nur die HD-Filme (720p) von Maxdome völlig ruckelfrei auf den Fernsehschirm. Bei allen anderen Anbietern gab's dagegen immer wieder mal stotternde Bewegungen. Bei Apple störten allerdings nur vereinzelt kurze Ruckler, die kaum auffielen.

Fazit: Mit einfacher Bedienung, komfortabler Suche und dem größten Angebot liegt Apple mit klarem Abstand vorn. Für 109 Euro liefert die Apple TV-Box die Filme auch an den TV. Der Zweitplatzierte Maxdome ist dagegen auf vielen Smart-TVs verfügbar und liefert ein ruckelfreies Bild ab.

Quelle: Computer Bild. Mehr zum Thema finden Sie in der Computer Bild, Ausgabe 26/2012.

Foto: Audio Video Foto Bild

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