04.01.13

Zweitstimme

McAllister bietet schwächelnder FDP Hilfe an

Rund zwei Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen bangt Ministerpräsident David McAllister (CDU) um die FDP. Jetzt deutet er dem schwächelnden Koalitionspartner eine Zweitstimmen-Wahlhilfe an.

Foto: dapd

Zwei, die sich brauchen: Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU, r.) und Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) würden nach der Wahl gern gemeinsam weiterregieren
Zwei, die sich brauchen: Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU, r.) und Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) würden nach der Wahl gern gemeinsam weiterregieren

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister hat eine Zweitstimmen-Wahlhilfe zugunsten der FDP bei der bevorstehenden Landtagswahl angedeutet. "Viele CDU-Wähler haben mir in den vergangenen Tagen gesagt, sie überlegten, zum ersten Mal in ihrem Leben mit der Zweitstimme FDP zu wählen", sagte McAllister nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe) am Donnerstag auf dem Neujahrsempfang der niedersächsischen CDU.

"Wenn nur ein Bruchteil von ihnen das wirklich tut, dann wird die FDP fünf Prozent erreichen und wieder in den Landtag kommen." Er hielte es für gut, wenn es so eintreffe, wird der CDU-Politiker weiter zitiert. Ausdrücklich habe er aus seinem Kabinett die FDP-Minister Stefan Birkner (Umwelt) und Jörg Bode (Wirtschaft) gelobt.

Die FDP kommt in einer aktuellen NDR-Umfrage auf vier Prozent und würde damit bei der Landtagswahl am 20. Januar den Einzug in den Landtag verfehlen. McAllister braucht die FDP im Landtag als Koalitionspartner. In einem denkbaren Drei-Parteien-Parlament würden SPD und Grüne wahrscheinlich ein rot-grünes Bündnis eingehen können.

Unionsparteien bundesweit bei 41 Prozent

Unterdessen hält das bundesweite Umfragehoch für die Union an. In dem am Freitag veröffentlichten "Deutschlandtrend" der ARD erreichten CDU/CSU mit 41 Prozent ihren besten Wert seit November 2007. Mitte Dezember hatten sie noch bei 40 Prozent gelegen. Der Koalitionspartner FDP blieb mit vier Prozent anhaltend schwach.

Die SPD verlor im Vergleich zu Mitte Dezember einen Punkt und kam auf 29 Prozent. Die Grünen gaben ebenfalls einen Punkt ab und erreichten zwölf Prozent. Auch die Linke verlor einen Punkt und kam auf sechs Prozent. Die Piraten gewannen einen Punkt hinzu und erreichten vier Prozent.

Für die Sonntagsfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche 1000 Wahlberechtigte per Telefon. Der nächste ausführliche ARD-"Deutschlandtrend" wird kommende Woche veröffentlicht.

Quelle: AFP/Reuters/fp
Foto: dapd

In Niedersachsen tritt der Wahlkampf in die Endphase – und die Parteien starten den optischen Angriff mit Wahlplakaten an jeder Ecke. Ein Rundumblick auf die einzelnen Plakatkonzepte:

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