04.01.13

Verbraucherschutz

Aigner sagt Anstieg der Lebensmittelpreise voraus

Ministerin Aigner rechnet für 2013 mit einem Anstieg der Lebensmittelpreise von bis zu drei Prozent. Nahrungsmittel seien noch immer deutlich günstiger als in vielen Nachbarländern.

Von Jochen Gaugele
Foto: dpa

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) neben einem Kühlschrank. Sie sagt einen moderaten Anstieg der Lebensmittelpreise voraus
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) neben einem Kühlschrank. Sie sagt einen moderaten Anstieg der Lebensmittelpreise voraus

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat eine weitere Steigerung der Lebensmittelpreise in Deutschland vorhergesagt. "2013 ist bei Lebensmitteln mit einem moderaten Preisanstieg von bis zu drei Prozent zu rechnen", sagte die CSU-Politikerin der "Welt".

Im vergangenen Jahr seien die Lebensmittelpreise stärker gestiegen als die Inflationsrate. Doch seien Nahrungsmittel "bei uns immer noch deutlich preisgünstiger als in den meisten Nachbarländern". In den vergangenen zehn Jahren seien die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel in Deutschland um 13,5 Prozent nach oben gegangen, rechnete Aigner vor. In der Euro-Zone habe die Steigerung im gleichen Zeitraum 18,6 Prozent betragen.

Die Deutschen geben nach Angaben des Verbraucherministeriums rund zwölf Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus – "weniger als viele unserer Nachbarn", so Aigner. Dabei sei das Angebot in Deutschland "so vielfältig und hochwertig wie in nur wenigen Staaten der Welt". Die Bauern hierzulande stellten "hochqualitative Nahrungsmittel zu fairen Preisen" her, lobte die Ministerin.

Einkommen in Landwirtschaft steigen

Die Lage der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland hat sich nach Berechnungen des Verbraucherministeriums weiter verbessert. Das Einkommen sei im Wirtschaftsjahr 2011/12 um durchschnittlich 3,6 Prozent auf rund 30.600 Euro je Arbeitskraft gestiegen, teilte Aigner mit. Zur positiven Entwicklung hätten vor allem die höheren Erlöse für Getreide, Zuckerrüben und Milch beigetragen. Negativ hätten sich die gestiegenen Aufwendungen für Dünge- und Futtermittel sowie für Energie ausgewirkt.

Aigner kündigte an, sie werde sich in Brüssel "mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass unsere Bauern Planungssicherheit haben und stabile Direktzahlungen erhalten". Nur so könne die deutsche Landwirtschaft nachhaltig, effektiv und zukunftsfähig arbeiten. "Wer wie SPD und Grüne rücksichtslos den Rotstift bei den Bauern ansetzen möchte, der verschließt die Augen vor der Bedeutung der Landwirtschaft für unsere Gesellschaft, für Wirtschaft und Natur", sagte sie. "Ich kann Rot-Grün nur warnen, diesen Kahlschlag-Kurs fortzusetzen."

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