03.01.13

Heizkosten

So viel sparen Sie durch den Gasanbieter-Wechsel

Wer mit Erdgas heizt, zahlt derzeit rund neun Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Ein langer Winter treibt die Abrechnung weiter in die Höhe. "Computer Bild" zeigt, wie Sie jetzt Bares sparen.

Foto: picture alliance / Bildagentur-o

Ein Anbieterwechsel kann bei Gaskunden zu Einsparungen führen
Ein Anbieterwechsel kann bei Gaskunden zu Einsparungen führen

Der Winter ist in Deutschland angekommen und damit auch die Jahreszeit, in denen die Heizungen in den eigenen vier Wänden auf Hochtouren laufen. Je länger der Winter wird, desto mehr müssen Sie am Ende für eine schöne warme Wohnung zahlen.

Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh zahlte 2012 schon 1311 Euro für Erdgas – vor zwei Jahren waren es noch 1201 Euro. Und wie bei Strom und Heizöl gilt auch hier: Allzu bald werden die Preise nicht mehr fallen – im Gegenteil.

500 Euro und mehr sparen

"Computer Bild" und das unabhängige Verbraucherportal Verivox raten allen Gaskunden, ihre Verträge und Abrechnungen zu prüfen und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln. Da die Versorger unterschiedliche Beschaffungsstrategien verfolgen, sind die Preisunterschiede zwischen den Anbietern enorm.

Verivox hat festgestellt, dass eine drei- bis vierköpfige Familie durch einen Wechsel bis zu 500 Euro pro Jahr sparen kann – ein echter Anreiz, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Tarifrechner: Jetzt Gasanbieter wechseln und Bares sparen

Günstige Anbieter finden

Den Anbieterwechsel in die Tat umzusetzen, ist einfacher, als die meisten Verbraucher glauben. Über den Tarifrechner geben Sie einfach Ihre Postleitzahl und den zu erwartenden Jahresverbrauch ein, den Sie auf der letzten Abrechnung Ihres aktuellen Versorgers ablesen. Schon erfahren Sie, welche Anbieter für Ihren Wohnort die günstigsten Tarife anbieten.

Wechsel ohne Risiko

Wichtig: Verivox empfiehlt nur Anbieter, die weder Kaution noch Vorauskasse verlangen. Denn wenn das Unternehmen insolvent geht, ist Ihr Geld sehr wahrscheinlich weg. Die Liste der Anbieter zeigt auch, wie zufrieden Kunden sind. Lesen Sie sich die Bewertungen unbedingt durch, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.

Übrigens übernehmen die meisten neuen Anbieter sogar sämtliche Formalitäten, also auch die Kündigung beim alten Versorger. Zudem müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass beim Wechsel etwas schiefgeht und Sie eventuell ohne Gas dastehen. Der Gesetzgeber hat dafür gesorgt, dass Sie jederzeit mit Gas beliefert werden – auch bei einem Anbieterwechsel.

Tipps: Heizverhalten verändern

Nicht zuletzt hilft aber auch richtiges Heizverhalten, die Kosten zu senken: Fenster sollten im Winter nicht dauerhaft gekippt werden. Stoßlüften für fünf bis zehn Minuten am Tag reicht völlig aus und verhindert, dass die Räume zu stark abkühlen.

Am Abend sollten Sie die Rollläden schließen, sie dienen als zusätzliche Isolation. Und was oft vergessen wird: Die Heizungen sollten möglichst frei hängen, damit die Luft gut zirkulieren kann. Stellen Sie Möbel mit einem deutlichen Abstand auf und verhängen Sie die Heizkörper nicht mit Gardinen.

Eine Sorge weniger

Wer diese einfachen und schnell umzusetzenden Tipps beherzigt, kann laut Verivox die jährlichen Heizkosten um rund 20 Prozent senken. In Kombination mit einem Anbieterwechsel sehen Sie der nächsten Abrechnung gelassen entgegen.

Mehr zum Thema:

Alle Tarifrechner auf einen Blick

Quelle: "Computer Bild". Mehr Tests bei computerbild.de.

© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Emmelie de Forest holt den Eurovision Song Contest nach Dänemark
07:43Malmö 2013
Eurovision Song Contest - Dänin vorn, Deutschland enttäuscht

Emmelie de Forest war die Favoritin der Buchmacher, nun kommt der Eurovision Song Contest tatsächlich nach Dänemark. Deutschland stürzt dagegen ab und landet mit Cascada auf Platz 21 von 26. mehr...

Hertha BSC
18.05.13Terminvorschau
Das bringt der Tag in Berlin am Sonntag

Berlin hat jeden Tag Neues zu bieten. Politische Termine, Demonstrationen, Prozesse, Theater, Konzerte. Hier finden Sie eine Auswahl der Berliner Morgenpost für Sonntag, den 19. Mai. mehr...

-
18.05.13Kreuzberg
Karneval der Kulturen 2013 in Berlin – Was Sie wissen müssen

Der Karneval der Kulturen hat mit dem obligatorischen Straßenfest am Blücherplatz begonnen. Höhepunkt ist wieder der große Umzug am Pfingstsonntag. Infos zum Fest und die Übersicht der Straßensperrun… mehr...


Flughafenchef Hartmut Mehdorn will den Airport Tegel bis 2018 offen halten und den BER etappenweise ans Netz gehen lassen. Mit seinen Plänen sind nicht alle Gesellschaftler zufrieden
07:22Hauptstadtflughafen
Was die Aufsichtsratsmitglieder von Hartmut Mehdorn halten

BER-Chef Mehdorn hat sich mit seinen neuen Hauptstadtflughafen-Plänen wenig Freunde gemacht. Besonders die Tatsache, dass er Tegel bis 2018 offen halten will, stößt vielen Politikern sauer auf. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
So können Sie Strom sparen
  • Stromfresser rauswerfen

    Ein zehn Jahre alter Kühlschrank verbraucht rund 100 Kilowattstunden mehr als ein modernes Gerät. Ein neuer Geschirrspüler spart rund 50 Kilowattstunden, und auch Waschmaschinen haben ein erhebliches Einsparpotenzial gegenüber ihren Vorgängermodellen. „Der Austausch alter Geräte gegen energieeffiziente Varianten lohnt sich in jedem Fall. Die höheren Anschaffungskosten gleichen sich durch den geringeren Stromverbrauch im Laufe der Zeit aus“, sagt Dagmar Ginzel, Energieexpertin beim Vergleichsportal Verivox.

  • Stand-by-Falle vermeiden

    Schon mit kleinen Maßnahmen lassen sich deutliche Einsparungen erzielen – etwa indem Fernseher, DVD-Player oder Set-Top-Box nach Gebrauch mittels einer Steckdosenleiste mit Schalter der Saft abgedreht wird. „Insbesondere Geräte, die vor 2010 gekauft wurden, verbrauchen auch nach dem Ausschalten im Stand-by-Betrieb unnötig Strom“, sagt Gunnar Will von der Deutschen Energie-Agentur (dena). Bei über 100 Euro liegt hier das jährliche Einsparpotenzial einer Durchschnittsfamilie. Und wer für rund sechs Euro eine Energiesparlampe kauft, spart über die Lebensdauer der Lampe gegenüber einer Glühbirne mehr als 80 Euro.

  • Effizient kühlen

    Sind Kühl- und Gefrierschrank von innen mit einer Eisschicht überzogen, steigt der Stromverbrauch rapide an. „Dagegen hilft regelmäßiges Abtauen“, sagt dena-Experte Will. Außerdem reichen Temperaturen von sieben Grad im Kühlschrank und 18 Grad minus im Gefrierschrank aus – niedrigere Temperaturen verbrauchen unnötig Strom. Zudem: Die Tür immer rasch schließen. Und Kühlgeräte sollten nie neben Wärmequellen wie Herd oder Heizung platziert werden.

  • Richtig waschen

    Auch beim Wäschewaschen lässt sich sparen: Die Waschmaschine sollte möglichst voll beladen werden. Und ein 40-Grad-Waschgang reicht für normal verschmutzte Wäsche völlig aus – gegenüber dem 60-Grad-Programm spart er rund 50 Prozent der Stromkosten. Und der Wäschetrockner? Die gute alte Leine ist deutlich effizienter.

  • Laptop statt PC

    Computer sind wahre Stromfresser, besonders die Monitore. Hier macht sich der Kauf eines energieeffizienten Geräts schnell bezahlt. Zudem sollte man auf Bildschirmschoner verzichten und stattdessen den Monitor so einstellen, dass er sich bei zehnminütiger Nichtnutzung abschaltet. Bei Arbeitspausen über 30 Minuten sollte der Computer ganz heruntergefahren werden. Außerdem verbrauchen Laptops gegenüber Desktop-PCs mit Bildschirm rund 70 Prozent weniger Strom bei vergleichbarer Ausstattung und Leistung – und sie sind wesentlich platzsparender, leichter und flexibler.

  • Den Stromanbieter wechseln

    Auch mit einem neuen Stromanbieter lassen sich die Kosten deutlich senken. Durch den Wechsel zum günstigsten verfügbaren Angebot kann man laut Verivox-Berechnungen durchschnittlich 370 Euro im Jahr sparen. czy

Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Der Futiklub Absolutely Ferguson
Zeit für Neues Beckham beendet seine aktive Fußballkarriere
Parlament Bundestag debattiert über Atommüllendlager
Cannes Emma Watson spielt Kriminelle in Coppolas Film
Die Welt - Aktuelle News
  1. 1. PanoramaLive-TickerDer Countdown zum Song Contest in Malmö beginnt
  2. 2. Eurovison Grand PrixESC-PunktevergabeNetz überschüttet Lena mit Spott für Versprecher
  3. 3. Eurovison Grand PrixESC-FinaleCascadas Debakel hat nichts mit dem Euro zu tun
  4. 4. KommentareBundesliga-FinaleDrama pur – ein würdiger Schlussakt der Saison
  5. 5. DeutschlandKanzlerin beim PapstFranziskus nimmt sich extra viel Zeit für Merkel
 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Großeinsatz

Feuer in Berliner Autowaschanlage

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote