25.12.12

USA

"Das tun, was ich am besten kann – Menschen töten"

17 Jahre saß er im Gefängnis, weil er seine Großmutter erschlagen hatte - jetzt die nächste tödliche Tat. Ein Mann aus Webster hat einen Brand gelegt und Feuerwehrmänner in einen Hinterhalt gelockt.

Foto: dapd

Brennende Häuser in Webster (New York). Die Feuerwehr macht sich auf den Weg ...

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Es war eine hinterhältige Falle mit Todesfolge: Der ehemalige Häftling William S. hat am Montag (Ortszeit) in Webster im US-Staat New York ein Haus und ein Auto in Brand gesteckt und zwei Feuerwehrleute erschossen.

Zwei weitere Feuerwehrleute und ein Passant wurden verletzt. Ein Polizist lieferte sich einen Schusswechsel mit dem Mann, der sich anschließend selbst tötete. Ein Motiv für die Tat war zunächst nicht bekannt.

"Es scheint, als sei es eine Falle gewesen", sagte der örtliche Polizeichef Gerald Pickering. "Diese Leute stehen mitten in der Nacht auf, um Feuer zu löschen. Sie erwarten nicht, dass man auf sie schießt und sie tötet", sagte er. Ermittler fanden eine Notiz des Ex-Häftlings, in der stand, er plane "das zu tun, was ich am besten kann: Menschen umbringen".

Zudem wurden in dem Haus des Täters sterbliche Überreste eines Menschen gefunden. Die Ermittler gingen davon aus, dass es sich dabei um die Schwester des Mannes handelte. Aufgrund der starken Verbrennungen der Leiche muss die Identität der Toten gerichtsmedizinisch festgestellt werden. Ein Nachbar sagte, der Täter habe seine Schwester gehasst.

Zwei Feuerwehrmänner starben vor Ort

Die Feuerwehrleute waren am frühen Morgen zu einem Hausbrand am Ufer des Ontariosees gerufen worden. Als sie am Ort des Geschehens eintrafen, eröffnete ein Mann nach Polizeiangaben das Feuer auf die zu Hilfe eilenden Einsatzkräfte.

Zwei Feuerwehrleute starben noch vor Ort, zwei weitere und ein Passant, der ebenfalls angeschossen wurde, wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. "Ich konnte das Mündungsfeuer auf mich zukommen sehen", sagte jemand in einem Notfunkspruch.

Der erste Polizist, der am Brandort erschien, verfolgte den mutmaßlichen Schützen. Dabei kam es zu einem Schusswechsel, wie die Behörden erklärten. Der Polizist habe vermutlich vielen Menschen das Leben gerettet, sagte Pickering. Insgesamt seien bei dem Brand sieben Häuser zerstört worden.

Mann saß 17 Jahre im Gefängnis

Ob es in ihnen weitere Opfer gebe, stehe zunächst nicht fest, sagte er. Wegen der Schüsse setzte die Polizei einen Panzerwagen ein, um mehr als 30 Bewohner des Wohngebiets in Sicherheit zu bringen.

Der Täter, ein 62-jähriger Mann, hatte mehr als 17 Jahre im Gefängnis verbracht, weil er 1980 seine 92-jährige Großmutter erschlagen hatte. 1998 kam er auf Bewährung frei und lebte seither nach Behördenangaben unauffällig.

Quelle: dapd/dpa/wos/sara
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