25.12.12

Entsorgung

Wohin mit dem alten Elektroschrott?

Ob Handys, PCs oder Notebooks, viele Geräte werden gerade an Weihnachten durch neue ersetzt. Doch wohin mit den alten Teilen? Was bei der Entsorgung der Geräte und der Daten zu beachten ist.

Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Ausrangierte Elektrogeräte liegen für die Aufbereitung von Elektroschrott von Deutschlands größtem Entsorger Remondis auf einem Haufen
Ausrangierte Elektrogeräte liegen für die Aufbereitung auf einem Haufen

Nach den Feiertagen werden auch in diesem Jahr landauf, landab wieder viele alte Handys, PCs oder Notebooks ausgemustert. Laut Elektronik-Branchenverband Bitkom verkauften sich im Weihnachtsgeschäft vor allem Smartphones, Tablet-Computer und Notebooks gut.

Für Verbraucher mit Neugeräten stellt sich da die Frage, wie alte Elektronik richtig entsorgt oder auf anderem Wege einem neuen Zwecken zugeführt werden kann.

Wohin mit Altgeräten?

Alte Handys und Computer dürfen nicht einfach in den Hausmüll geworfen werden. Wie andere Elektrogeräte müssen auch sie professionell entsorgt werden. Dafür gibt es mehrere Wege.

Verlässliche Rücknahmestellen sind etwa kommunale Sammelstellen wie Wertstoffhöfe. Dort können die Geräte in der Regel kostenlos abgegeben werden. Auch Elektromärkte oder Mobilfunk-Anbieter nehmen Altgeräte zurück.

Hersteller bieten in manchen Fällen Rücknahme-Aktionen an. Teils gibt es Sammlungen von Umwelt-Initiativen, etwa für Althandys. Ähnlich wie beim Sperrmüll sammeln manche Kommunen Altgeräte vor den Haustüren ein.

Warum überhaupt entsorgen?

Knapp 86 Millionen ungenutzte Handys schlummern derzeit laut Bitkom in den Kellern, Speichern oder Schubladen deutscher Haushalte und weitere 20 Millionen ausrangierte Computer. Bei den Rechnern können mehr als 80 Prozent der verwendeten Materialien recycelt werden.

Die verbauten Rohstoffmengen je Einzelgerät mögen zwar gering sein. Bei Abermillionen ungenutzten Geräten aber kommt ein regelrechter Rohstoff-Berg zusammen. Durch die Wiederverwendung können Ressourcen geschont und die Umwelt geschützt werden.

Welche Alternativen zur Entsorgung gibt es?

Verkaufen, als Reserve behalten – oder verschenken. Soziale Organisationen nehmen alte Kommunikationselektronik oft gerne entgegen, um sie entweder in den eigenen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen oder an Leute mit schmalem Geldbeutel weiterzuverschenken – teils auch in Entwicklungsländern.

Alte Handys oder Computer können auch verkauft werden. Im Internet gibt es hierfür spezialisierte Plattformen. Intakte Geräte können zudem als Reserve behalten werden, falls etwa ein Handy verloren geht oder gestohlen wird oder ein Computer den Geist aufgibt.

Was ist vor der Entsorgung zu beachten?

Neben der allgemeinen Sicherheit beim Verkauf, wie etwa durch Wahl einer verlässlichen Internetplattform und sicherer Zahlmethoden, sollten Verbraucher alle persönlichen Daten von Altgeräten löschen.

Dies ist in der Regel nicht schon damit getan, dass Daten – wie etwa auf dem PC – in den "Papierkorb" geschoben werden. Sie müssen mit spezieller Software überschrieben werden, am besten mehrfach.

Dies ist auch bei Handys und Smartphones erste Wahl, sofern es entsprechende Software gibt. Bei Smartphones genügt es teils, die Geräte auf Werkseinstellungen zurückzusetzen oder die Betriebssoftware neu aufzuspielen.

Quelle: AFP/woz
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