23.12.2012, 10:45

Terrorismus BKA warnt vor Islamisten-Anschlägen mit Drohnen


Vorbild für deutsche Attentäter? Dieses Bild zeigt ein Modellflugzeug, mit dem ein Islamist in den USA 2011 einen Anschlag in Washington, D. C. verüben wollte

Foto: Us Attorney's Office / Handout / picture alliance / dpa

Muslimische Fanatiker könnten mit Drohnen und Modellflugzeugen Anschläge in Deutschland begehen, warnt das BKA. Ziele wie Flughäfen und Wohngebiete würden „im islamischen Spektrum thematisiert“.

Experten des Bundeskriminalamtes (BKA) befürchten nach "Focus"-Informationen Terroranschläge in Deutschland mit ferngesteuerten Modellflugzeugen und Drohnen.

Als Täter kämen insbesondere Fanatiker "aus dem Bereich des islamistischen Terrorismus" infrage, heißt es unter Berufung auf eine aktuelle Sicherheitsanalyse des BKA.

FBI verhinderte Anschlag in USA

Vorbild könnte demnach ein 2011 vom FBI vereitelter Anschlag in der US-Hauptstadt Washington D.C. sein. Ein Islamist wollte Modellflugzeuge mit Sprengstoff bestücken und in das Pentagon sowie in die Kuppel des Kapitols steuern.

Bei der Planung seiner Attentate war der Anhänger des islamistischen Terrornetzwerks al-Qaida aber an verdeckte FBI-Ermittler geraten und wurde im September 2011 verhaftet. Im November dieses Jahres wurde er zu 17 Jahren Gefängnis verurteilt.

Angriff auf Verkehrsflugzeug denkbar

"Ähnliche Szenarien müssen auch in Deutschland als mögliche Tatoption in Betracht gezogen werden", zitiert "Focus" aus der BKA-Analyse.

Als denkbare Variante werde das Einschlagen einer Sprengstoffdrohne "in ein Verkehrsflugzeug oder einen Flughafen" beschrieben.

Noch "erfolgversprechender" aus Sicht der Täter wäre ein Angriff auf Ziele in bewohnten Gebieten, Menschenansammlungen und Gebäude. Entsprechende Möglichkeiten würden "im islamischen Spektrum bereits thematisiert".

(AFP/dpa/jw)
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