22.12.2012, 10:46

Bundesverwaltung Rekord-Krankenstand in deutschen Ministerien


Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber. In den deutschen Ministerien wurden Krankenscheine im vergangenen Jahr offenbar besonders häufig benötigt

Foto: Arno Burgi / dpa

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber. In den deutschen Ministerien wurden Krankenscheine im vergangenen Jahr offenbar besonders häufig benötigt Foto: Arno Burgi / dpa

Arbeit für die Regierung gefährdet offenbar die Gesundheit. Mitarbeiter der Ministerien meldeten sich 2011 häufiger krank denn je – im Schnitt 19,3 Tage. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 9,5 Tagen.

Die krankheitsbedingten Fehltage bei der Bundesverwaltung sind laut "Bild"-Zeitung im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekordwert gestiegen.

Wie das Blatt am Samstag unter Berufung auf den Gesundheitsförderungsbericht des Bundesinnenministeriums berichtete, waren Bundesbedienstete 2011 im Schnitt an 19,03 Tage krank. Das sei knapp ein Tag mehr als im Jahr zuvor. Seit 2006 seien die Fehltage damit zum fünften Mal in Folge gestiegen.

Spitzenreiter Verteidigungsministerium

Die meisten Krankheitsfehltage gebe es mit 20,81 Tagen im Verteidigungsministerium, beim Bundespresseamt (17,6) und dem Bildungsministerium (17,22). Am seltensten fehlten die Mitarbeiter beim Staatsminister für Kultur (9,73 Tage), im Bundeskanzleramt (11,47) und im Justizministerium (11,88).

Zum Vergleich: In Deutschland waren die rund 37 Millionen Arbeitnehmer im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich 9,5 Arbeitstage krankgemeldet.

(dpa/ks)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter