13.12.12

Medion Akoya E6234

Aldi verkauft günstiges Windows-8-Notebook

Zum 13. Dezember verkaufen Aldi Nord und Süd ihr bisher günstigstes Notebook mit Windows 8 – für 399 Euro. Was das Medion Akoya E6234 (MD99090) alles draufhat, zeigt der Kurztest.

Foto: Computer Bild

Display:
Der Bildschirm des Medion-Notebooks misst 15,6-Zoll in der Diagonale und hat eine eher magere Auflösung von 1366x768 Pixeln. Gut: Das Display ist fast vollständig entspiegelt.

17 Bilder

Medion greift bei der Gestaltung auf ein bekanntes Rezept zurück: Die Oberflächen sind glänzend schwarz, die Tastatur und die Rückseite matt. Unter Druck gibt das Notebook leichte Knarzgeräusche von sich, der Deckel gibt bei Druck nach.

Bewegungen des Displays wirken sich auf das gesamte Gehäuse aus. Da hilft es wenig, dass die Scharniere ordentlich zupacken. Einhändiges Öffnen ist nicht möglich. Dafür steht das 2650 Gramm schwere Gerät angenehm gepuffert auf vier Gummifüßchen.

Prozessor: Solider Arbeiter

Der B960-Pentium-Prozessor von Intel (zwei Megabyte L3-Cache) ist mit 2,2 Gigahertz getaktet. Bei Büroprogrammen und Internetanwendungen schlug er sich ordentlich – Zwischennote: 2,84 ("befriedigend"). Das Tempo ist bei Bild-/Video- und Tonbearbeitung etwas niedriger (Note: 3,53).

Ein starker Grafikchip fehlt dem Akoya. So taugt das Gerät nicht für grafisch aufwendige Spiele wie Battlefield 3 und ruckelt selbst bei DirectX-9-Spielen (durchschnittlich sechs Bilder pro Sekunde) stark. Für Spieler lautet das Zwischenergebnis daher: 4,6 ("mangelhaft"). Die Testkriterien finden Sie im Artikel "So ermittelt Computer Bild das Spieletempo".

Das LED-hinterleuchtete Display hat eine Diagonale von 15,6 Zoll (39,6 Zentimeter) und löst mit für diese Preisklasse üblichen 1366x768 Pixeln auf. Die Bildqualität ist in Ordnung, aber der seitliche Blickwinkel, Farben und Kontraste sind etwas schwach. Dafür ist das Display wirksam entspiegelt.

Schnellstart und ungewohnte Bedienung

Wenn das Akoya startet, dauert es keine 20 Sekunden, bis die Windows-8-Kacheln auf dem Schirm landen – im Vergleich zu Windows 7 oder Vista eine radikale Beschleunigung. Weil der Bildschirm nicht berührungsempfindlich ist, bedienen Sie Windows wie gewohnt mit Tastatur und Maus – die sind zwar gut für den Windows-Desktop, aber nicht ideal für die neuen Kacheln.

Die Tastatur ist gut bedienbar, die Tastenfläche gibt jedoch bei festem Druck nach. Außerdem hebt die vordere linke Ecke ab, wenn der Bildschirm komplett aufgeklappt wird. Das stört beim Tippen. Das Touchpad ist etwas klein geraten, und die Finger gleiten nicht ganz widerstandslos über die glänzende Oberfläche. Die beiden Tasten unter dem Touchpad bieten einen guten Druckpunkt.

Das Akoya E6234 kann richtig laut werden – wenn Sie die "Dolby Advanced Audio"-lizenzierten Stereo-Lautsprecher aufdrehen. Viele andere Notebooks können da nicht mithalten. Für eine Party-Beschallung langt es freilich nicht. Das Betriebsgeräusch ist hingegen unauffällig: Unter Volllast hält sich der Lüfter angenehm zurück. Im Normalbetrieb gibt er ein leises Rauschen von sich.

Speicher

Für Programme, Bilder und Filme ist eine 500-Gigabyte-Festplatte an Bord. Das reicht je nach Qualität für rund 100.000 Fotos oder 100 DVD-Spielfilme. Eine SSD, etwa für einen schnelleren Start von Windows 8, fehlt. Der Arbeitsspeicher (DDR3 SDRAM) ist vier Gigabyte groß.

Tolle Extras wie Touchscreen und dreh- oder abnehmbares Display zur einfacheren Bedienung von Windows 8 sind deutlich teureren Geräten vorbehalten. Auf einen DVD-Brenner mit DVD-RAM- und Dual-Layer-Unterstützung müssen Sie aber nicht verzichten. Auch eine integrierte Webcam für Videotelefonie ist an Bord.

Bei den Anschlüssen gibt es keine Überraschung: HDMI, VGA, Buchsen für Mikro und Kopfhörer, ein optisch-digitaler Tonausgang sowie je zwei USB-3.0- und USB-2.0-Ports. Drahtlose Verbindungen gibt es über WLAN und Bluetooth. Der Speicherkartenleser liest und beschreibt MS-, MMC-, SD-, SDHC-, SDXC- und MS-Pro-Speicherkarten.

Fazit: Das Medion Akoya E6234 (MD99090) stellt zurzeit eine der preiswertesten Möglichkeiten dar, Windows 8 auf einem neuen Notebook zu erkunden. Die Online-Konkurrenz mit Intel-Prozessor ist nur unwesentlich günstiger. Für den Alltag genügen Ausstattung und Leistung. Spieler sollten bei Notebooks deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Stärken: Entspiegeltes Display, auch unter Volllast noch recht leise

Schwächen: Nicht für aufwendige Spiele geeignet

Erscheinungstermin: 13. Dezember 2012

Alternative: Asus VivoBook S200

Wer etwas mehr ausgeben kann und auch mit einem 11,6 Zoll kleinen Display zurechtkommt, sollte sich das ansehen. Die Preise beginnen unter 500 Euro, die Verarbeitung und das Design vermitteln den Eindruck, man hätte es mit einem deutlich teureren Gerät zu tun. Zudem verfügt das VivoBook über einen Touchscreen. Damit macht Windows 8 noch mehr Spaß.

Mehr zum Thema:

Test: Die besten Notebooks

Quelle: Computer Bild. Mehr Tests bei computerbild.de.

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