Neuverschuldung
Union prüft Anhebung der Niedrig-Mehrwertsteuer
Donnerstag, 2. Juli 2009 15:20Nach dem Vorschlag von DIW-Präsident Klaus Zimmermann, die Mehrwertsteuer von 19 auf bis zu 25 Prozent anzuheben, um der Staatsverschuldung beizukommen, denkt die Unionsfraktion jetzt angeblich über eine Erhöhung des ermäßigten Steuersatzes von 7 auf 19 Prozent nach. Dieser gilt auch für Lebensmittel.

Wegen der steigenden Staatsverschuldung wird in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
eine Anhebung der Mehrwertsteuer nach der Bundestagswahl diskutiert. Wie
„Bild"-Zeitung unter Berufung auf Parteikreise meldet, ist eine
Erhöhung des ermäßigten Steuersatzes von derzeit 7 Prozent auf 19 Prozent im
Gespräch.
Am Mittwoch hatte das Bundeskabinett einen Haushaltsentwurf für 2010 verabschiedet, der mit einer Neuverschuldung von 86 Milliarden Euro mehr als das Doppelte des bisherigen Schuldenrekords von 1996 erreicht.
Diskutiert werde in der Union auch, ob es künftig nur noch einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz von 18 Prozent geben soll. Eine entsprechende Anhebung des Niedrigsatzes um elf Prozentpunkte bei gleichzeitiger Senkung des regulären Mehrwertsteuersatzes um einen Punkt auf 18 Prozent brächte dem Fiskus immerhin rund sieben Milliarden Euro Mehreinnahmen, zitiert die Zeitung Fraktionskreise.
Auch bei den Sozialleistungen könnte es nach der Bundestagswahl Einschnitte
geben, schreibt die Zeitung weiter. Die Union erwäge unter anderem die
Einführung einer Mietkostenpauschale für „Hartz IV"-Empfänger.
Insgesamt könnten dadurch zusätzlich „mehrere Milliarden Euro"
jährlich im Bundeshaushalt eingespart werden, hieß es dem Bericht zufolge in
der Fraktion.
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Klaus
Zimmermann, hatte zuvor seinen Vorschlag erneuert, zur Haushaltssanierung
die Mehrwertsteuer von derzeit 19 auf bis zu 25 Prozent zu erhöhen.
Er kritisierte zugleich die Ankündigung von Steuersenkungen in Wahlprogrammen
als unglaubwürdig. Dobrindt mahnte: „Wir dürfen die Krise nicht an die
nächste Generation weitergeben, sondern müssen jetzt mit Steuersenkungen für
die Menschen neues Wachstum entfesseln.“
Angesichts der Rekordneuverschuldung des Bundes hält der Chef der sogenannten Wirtschaftsweisen in Deutschland, Wolfgang Franz, eine neue Sparpolitik und Steuererhöhungen für unausweichlich. „Da der Spielraum durch die Kürzung von Subventionen nicht ausreichen dürfte, wird es wohl auf Steuererhöhungen hinauslaufen“, sagte er der „Berliner Zeitung“. „Die Rechnung für teure Abwrackprämien kommt also noch.“
.
Erschienen am 25.06.2009






Stellenmarkt
Wohnungen
Branchenbuch
Kleinanzeigen
Veranstaltungen
Kinoprogramm










Versicherungen
Gesundheitstests
Hotelsuche
Abo
Stadtplan
epaper
Archivsuche
Zeitung Heute
RSS
Newsticker
Video
TV-Programm
Wetter
Gehaltsrechner
Börse
Kredit und Zinsen
Europa
Krankenkassen
Hilfe
Handelsregister
Leserbrief
Kontakt
Mobilportal
iPhone-/iPad-Apps
Heizölvergleich