07.12.12

Gefährliche Erreger

Vogelgrippe auf Geflügelhof in Hessen ausgebrochen

Erstmals ist ein Hof in Hessen von dem Vogelgrippe-Virus H5N2 betroffen - von einer weniger krankheitserregenden Variante. Ein aggressiver Vogelgrippe-Virus könnte zur weltweiten Gefahr werden.

Foto: B2800_epa_AFP

Mikroskopaufnahme des Grippevirus H5N1, das für die Vogel-Grippe verantwortlich ist
Mikroskopaufnahme des Grippevirus H5N1, das für die Vogel-Grippe verantwortlich ist

Das Vogelgrippe-Virus H5N2 ist auf einem Geflügelhof in Nordhessen ausgebrochen. Elf Gänse, 25 Enten und vier Hühner wurden getötet. Zudem wurde "eine Überwachungszone von einem Kilometer rund um die betroffene Haltung ausgewiesen", wie Vizelandrätin Susanne Selbert sagte. Davon betroffen sind weitere 39 Geflügelhalter mit knapp 800 Tieren im Landkreis Kassel. Im Sperrgebiet darf kein Geflügel transportiert werden.

Bei dem Virus handelt es sich nach Angaben des hessischen Verbraucherschutzministeriums um einen niedrigpathogenen, also weniger krankheitserregenden Typ. Es beruft sich dabei auf das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Für Menschen bestehe keine Gefahr.

Bislang waren nur Wildvögel befallen

Nach Angaben des Ministeriums ist dies der erste Fall von Vogelgrippe in einem Betrieb in Hessen überhaupt. Zuvor war das Virus in Hessen nur bei Wildvögeln festgestellt worden.

Die Krankheit war erkannt worden, als der Hobbyzüchter Tiere auf einer Geflügelmesse ausstellen wollte und dafür eine Gesundheitsbescheinigung für die Tiere brauchte.

"Wir haben noch Glück im Unglück, da es sich um die niedrigpathogene Variante handelt", betonte Selbert. Auch alle anderen Höfe in Hofgeismar-Hombressen sollen nun überprüft werden.

Übertragung auch auf den Menschen möglich

Die Vogelgrippe ist eine Erkrankung bei Vögeln, die durch Grippeviren hervorgerufen wird. Mehr als ein Dutzend Unterarten sind bekannt, von denen einige auch den Menschen infizieren können. Diese Unterarten tauschen Eiweiße auf ihrer Oberfläche gegen Eiweiße des menschlichen Grippevirus aus, was eine Übertragung auf den Menschen ermöglicht.

Seit dem ersten Vogelgrippefall bei einem Menschen 1997 haben sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als 600 Menschen mit dem Virus infiziert – mehr als die Hälfte von ihnen überlebten nicht. Bisher allerdings wurde das Virus nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

Quelle: dpa/AFP/oc
Foto: Infografik WELT ONLINE

Viren sind keine Lebewesen. Doch sie können die Zellen von Lebewesen dazu zwingen, sich von ihnen gemäß einer "Bauanleitung" kopieren zu lassen. Viren sind nur 15 bis 400 millionstel Millimeter groß.

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