28.11.2012, 18:48

Ermittlungen Groenewold spricht über Freundschaft zu Wulff

Foto: XAMAX / dpa

Der Filmproduzent Groenewold, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Vorteilsnahme in der Wulff-Affäre ermittelt, hat sich kritisch zu dem öffentlichen Umgang zu mit seiner Wulff-Freundschaft geäußert.

Der Filmproduzent David Groenewold hat sich erstmals zu der Affäre um den früheren Bundespräsident Christian Wulff geäußert.

Groenewold, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Vorteilsgewährung ermittelt, sagte dem Magazin "Stern", dass oft auch enge Freundschaften in der Gesellschaft "unberechtigt mit einem Anstrich der Korruption versehen" werden.

Der Filmproduzent rechtfertigte zugleich seine Einladungen an Wulff mit den Worten: "Wir haben im freundschaftlichen Miteinander über diese Dinge damals einfach nicht nachdenken müssen. Weil es nicht zu dem passte, was wir füreinander empfanden."

Seit Februar ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Groenewold und Wulff wegen Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung in der Zeit als Ministerpräsident von Niedersachsen.

Dabei geht es insbesondere um mehrere Urlaube, die der Filmproduzent für Wulff gebucht hatte. Der Politiker gab an, diese Urlaube später bar beglichen zu haben.

Wulff war am 17. Februar nach Einleitung staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorteilsnahme von seinem Amt zurückgetreten. Hintergrund waren unter anderem Vorwürfe im Zusammenhang mit Sylt-Urlauben, für die Groenewold die Hotelrechnungen bezahlt haben soll.

(dapd/sara)
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