28.11.12

"Welt der Zukunft"

Wie werden wir im Jahr 2050 leben?

Eine gute, lebenswerte Zukunft setzt voraus, dass sie von möglichst vielen aktiv und konstruktiv gestaltet und vorgedacht wird. Dazu möchte der Wettbewerb "Welt der Zukunft" einen Beitrag leisten.

Foto: Reto Klar
ja
Aaron Hutzler, der Sieger im Essay-Wettbewerb "Welt der Zukunft" des Jahres 2012

Im diesjährigen Essay-Wettbewerb "Welt der Zukunft", den die Berliner Morgenpost gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgeschrieben wird, wurden jetzt in Berlin die drei Preisträger ausgezeichnet.

Die Teilnehmer sollten Szenarien entwickeln, wie Menschen nachhaltig im Jahr 2050 leben könnten. Der 26-Jährige Werkstudent Aaron Hutzler vom Fraunhofer Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologien in Nürnberg hatte in seinem Beitrag die Vision von pannen- und unfallfreien Automobilen entwickelt.

Dieses Szenario stufte die Jury als durchaus realistisch ein und bedachte Hutzler, der in wenigen Wochen einen Master-Abschluss an der Gerog-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg macht, mit dem ersten Platz.

Sein Preis: er darf im kommenden Jahr mit einem deutschen Forschungsschiff in See stechen und dabei auch einen Tauchgang mit einem Forschungs-U-Boot absolvieren. So eine Reise kann man in keinem Reisebüro buchen. Der Preis wurde gestiftet vom Kieler Forschungszentrum Geomar.

Deutschland wieder zweigeteilt

Den zweiten Platz erreichte die 29-jährige Geografin Constanze Bückner vom Institut für Angewandte Geowissenschaften der Universität Darmstadt.

Sie hatte sich in ihrem Essay unter der Überschrift "Deutschland wieder zweigeteilt" mit den immer unterschiedlicher werdenden Lebensbedingungen in Städten einerseits und den ländlichen Regionen andererseits. Auch Constanze Bücker gewinnt eine Fahrt mit einem Forschungsschiff – allerdings ohne U-Boot-Trip.

Der dritte Preis geht an den 27-jährigen Physik-Doktoranden Philip Rothardt vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg.

Ihm liegt der ressourcenschonende Umgang mit Rohstoffen am Herzen, so dass seine Vision eine App für Smartphones ist, mit der Verbraucher sich jederzeit über die in einem Produkt enthaltenen Rohstoffe und die zur Herzstellung aufgewendete Energie informieren können.

Bahnbrechende Entwicklungen

Rotharadt darf im kommenden Jahr die "Falling Walls Conference" in Berlin besuchen, auf der führende Wissenschaftler aus aller Welt bahnbrechende Entwicklungen der Wissenschaft präsentieren – Erkenntnisse die unser Leben im Jahr 2050 beeinflußen werden.

Alle drei Preisträger – und die Teilnehmer auf den sieben Folgeplätzen – werden im März 2013 zu einem Seminar in das Deutsche Museum in München eingeladen. Dort werden sie untereinander sowie mit verschiedenen Experten über ihre Zukunftsideen diskutieren können.

Die Jury des Wettbewerbs

Der sechsköpfigen Jury des Wettbwerbs "Welt der Zukunft" gehörten an: Frau Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung; Professor Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums in München; Professor Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften; Professor Reinhard Hüttl, Präsident der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech); Professor Jörg Hacker, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) sowie Dr. Norbert Lossau, Ressortleiter Wissenschaft bei der Berliner Morgenpost-Gruppe und Vorsitzender der Jury.

Die Preise wurden den drei Siegern am Dienstagabend im Berliner Verlagshaus Axel Springer von Bundesforschungsministerin Annette Schavan persönlich überreicht.

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