27.11.12

2. Liga

Lautern bleibt ungeschlagen, Bochum auf Talfahrt

In der Zweiten Fußball-Bundesliga bleibt der 1. FC Kaiserslautern zwar ungeschlagen, das Remis gegen Regensburg reichte aber nicht zum Sprung an die Spitze. Bitter sieht es dagegen für Bochum aus.

Foto: dpa
1. FC Kaiserslautern - Jahn Regensburg
Kaiserslauterns Alexander Baumjohann (l.) im Zweikampf mit dem Regensburger Mario Neunaber

Zweitligist 1. FC Kaiserslautern bleibt zwar als einziger deutscher Profiklub ungeschlagen, hat den Sprung auf einen Aufstiegsplatz aber verpasst. Die Mannschaft von Trainer Franco Foda musste sich gegen Aufsteiger Jahn Regensburg mit einem 1:1 (1:1) begnügen und bleibt mit acht Siegen und acht Unentschieden auf Relegationsrang drei. Albert Bunjaku (45.+2) glich für die Roten Teufel die Führung der Gäste durch Patrick Haag (14.) aus.

Regensburg wartet seit acht Spielen auf einen Sieg und bleibt trotz des Achtungserfolgs auf einem Abstiegsplatz. Nach der Trennung von Trainer Oscar Corrochano am 4. November gab es unter Franz Gerber zwei Unentschieden und zwei Niederlagen.

Die Gastgeber begannen vor 24.297 Zuschauern druckvoll. Effektiver präsentierten sich aber die Gäste. Mit ihrer ersten gefährlichen Aktion gingen sie in Führung. Haag verwertete ein schönes Zuspiel von Denis Weidlich zu seinem zweiten Saisontor.

Idrissou wurde schmerzlich vermisst

Kaiserslautern übernahm nach dem Rückstand das Kommando, Regensburg machte die Räume aber eng und ließ bis zur Pause nur wenige Chancen zu. Pech hatte allerdings Hendrick Zuck, als er nach Vorarbeit von Bunjaku die Latte traf (31.). In dieser Phase wurde der gelbgesperrte Torjäger Mohamadou Idrissou (neun Treffer) schmerzlich vermisst. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Bunjaku nach Zuspiel von Hendrick Zuck zum Ausgleich.

Im zweiten Durchgang versuchte Kaiserslautern, den Druck zu erhöhen, doch Regensburg hielt dagegen und spielte selber weiter mutig nach vorne. Dennoch bot sich den Gastgebern die Chance zur Führung. Bunjaku scheiterte aber an Torwart Patrick Wiegers (59.).

Dresden kann Überzahl nicht nutzen

Unterdessen ist Dynamo Dresden trotz mehr als einstündiger Unterzahl erstmals in dieser Saison ohne Gegentor geblieben und hat einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf gesammelt. Die Mannschaft von Trainer Ralf Loose trennte sich zum Auftakt des 16. Spieltags vom starken Aufsteiger VfR Aalen 0:0. Dynamo rückte auf Platz 13 vor, Aalen festigte trotz des Punktverlustes seinen Platz im vorderen Mittelfeld. Dresdens Verteidiger Romain Bregerie hatte wegen einer Tätlichkeit früh die Rote Karte (17.) gesehen.

Vor 18.758 Zuschauern in Dresden hatte Aalen die erste gute Gelegenheit, Tim Kister scheiterte nach einem Freistoß am Pfosten (11.). Nur sechs Minuten später leistete sich Bregerie einen Tritt gegen Marcel Reichwein, Schiedsrichter Norbert Grudzinski (Hamburg) stellte den Franzosen vom Platz. In der Folge setzte Aalen seine zahlenmäßige Überlegenheit zunächst jedoch kaum in klare Chancen um.

In der zweiten Hälfte spielte Aalen weniger abwartend und hatte die besseren Möglichkeiten. Enrico Valentini (56.) setzte sich vor dem Strafraum durch, seinen Flachschuss wehrte Benjamin Kirsten im Dresdener Tor jedoch ab. In der 76. Minute war der Keeper bereits geschlagen, Christian Fiel klärte den Versuch von Reichwein jedoch auf der Linie.

Startrainer Eriksson klärt auf

Besser lief es für 1860 München. Der Klub hat das Heimdebüt von Trainer Alexander Schmidt gewonnen und den Höhenflug des SC Paderborn gestoppt. Torjäger Benjamin Lauth (38.) sorgte beim 1:0 (1:0) gegen die Ostwestfalen mit seinem achten Saisontor für den verdienten Sieg. Zum dritten Mal in Folge saß der frühere englische Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson bei einem Löwen-Spiel auf der Tribüne, der Schwede wies Spekulationen über ein Engagement als Coach jedoch zurück.

"Es sollte keine Diskussionen geben. Ich bin hier als Berater. Wenn sie so spielen, brauchen sie keinen neuen Trainer", sagte Eriksson. Das Spiel habe er sich auf Einladung von Gesellschafter Hasan Ismaik angeschaut. 1860 überholte durch den vierten Heimsieg die zuvor in sieben Partien ungeschlagenen Paderborner und kletterte mit 24 Punkten ins obere Tabellen-Drittel.

13.300 Zuschauer in der Allianz Arena sahen eine lange Zeit zähe Begegnung. Von Paderborn war besonders in der ersten Halbzeit nicht viel zu sehen, 1860 blieb geduldig und nutzte seine erste gute Chance zur Führung. Nach Flanke von Moritz Volz traf Lauth aus fünf Metern.

Auch nach der Pause blieb München die aktivere Mannschaft, verpasste jedoch mehrfach die Entscheidung. Moritz Stoppelkamp (71.) vergab alleine vor Paderborns Torhüter Lukas Kruse, wenig später scheiterte auch US-Profi Bobby Wood (72.). Erst in der 84. Minute kamen die Gäste gefährlich vor das Tor der Löwen, Daniel Brückner fand bei seinem Distanzschuss allerdings seinen Meister in Torhüter Gabor Kiraly.

Trainerwechsel zeigt in Bochum keine Wirkung

Nichts Neues dagegen in Bochum. Auch unter Trainer Karsten Neitzel rutscht der VfL wieder in den Tabellenkeller. Die Westfalen kassierten am Dienstag eine bittere 1:3 (0:1)-Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt und müssen nach der indiskutablen Vorstellung sowie nur einem Sieg aus den letzten zwölf Punktspielen mehr denn je um den Klassenerhalt zittern.

Den VfL trennen auf dem 14. Rang nur noch zwei Punkte vom Relegationsplatz 16, den der Reviernachbar MSV Duisburg belegt. Das Gästeteam von Trainer Benno Möhlmann kann sich dagegen durch den ersten Sieg nach drei Niederlagen mit 24 Punkten wieder nach oben orientieren.

Nils Teixeira erzielte in der 21. Minute die Führung für die Hessen. Edmond Kapllani profitierte beim 2:0 vom dilettantischen Abwehrverhalten der Bochumer (54.): Abwehrchef Marcel Maltritz ließ sich von Yannick Stark ausspielen, Kapllani konnte sich völlig unbedrängt um die eigene Achse drehen und Torhüter Philipp Heerwagen überwinden. Der VfL-Keeper leistete beim dritten Gegentor tatkräftige Unterstützung: Nach einer Flanke ließ Heerwagen den Ball vor die Füße von John Verhoek fallen, der einschoss (60.). Auf der Gegenseite patzte Patric Klandt beim Bochumer Treffer durch Yusuke Tasaka (87.)

Unter Neitzel war es die zweite Niederlage im fünften Spiel. Der ehemalige Assistent hatte am 28. Oktober die Nachfolge des beurlaubten Andreas Bergmann angetreten und soll bis auf Weiteres Chefcoach bleiben.

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