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25.05.09

Islamismus

Hassprediger schult Gotteskrieger in Deutschland

Ihre Ideologie soll nahezu identisch mit der von al-Qaida sein, ihre Beziehung zur Terroristen-Szene ausgesprochen gut: Ein Netzwerk von Islamisten radikalisiert offenbar gezielt junge Menschen in Deutschland. Ein Drahtzieher könnte jetzt wegen Volksverhetzung angeklagt werden.

© DDP
Leipziger Imam droht Anklage
Dem Imam des Leipziger Moscheevereins, Hassan Dabbagh, könnte laut Medienberichten eine Klage wegen Volksverhetzung drohen

Radikale Muslime sollen in Deutschland ein gefährliches Netzwerk gebildet haben. Darin würden junge Menschen zu gewaltbereiten Gotteskrieger herangezogen. Das Netzwerk stehe in Kontakt zu islamistischen Terroristen Kontakte hält.


Eine zentrale Figur dieses Netzwerkes soll der Leipziger Imam Hassan Dabbagh sein. Er wird in Berichten der der ARD-Magazine "Fakt" und "Report Mainz" als einer der Drahtzieher und Hintermänner bezeichnet, dem eine Anklage wegen Volksverhetzunghaben drohe. Die Staatsanwaltschaft München habe bei dem gebürtigen Syrer volksverhetzendes Material sichergestellt und wolle nun Anklage erheben, berichtet der MDR. Dennoch dürfe er bis heute als Gefangenenseelsorger in der Justizvollzugsanstalt Leipzig tätig sein.

In einem vertraulichen Bericht des Landeskriminalamts Sachsen werde Dabbagh als "Kontaktperson für islamische Extremisten und Dschihad-bereite Kämpfer" beschrieben, heißt es weiter.


Der Leipziger Imam soll Geld aus dem Umfeld von al-Qaida erhalten haben. Außerdem verfüge er über Kontakte zu Hintermännern der Attentate des 11. September 2001 in den USA.

Die Islamwissenschaftlerin Ulrike Spuler-Stegemann wird mit den Worten zitiert, Dabbagh komme ihr so vor wie "die Spinne im Netz, die die Fäden zieht". Der Salafist habe "offensichtlich ganz hervorragende Kontakte zur Terroristen-Szene, zu al-Qaida und zu den Sauerland-Terroristen gehabt".


Salafisten verstehen sich als Vertreter des wahren Islams und orientieren sich buchstabengetreu am Koran."Die Ideologie der Salafisten ist zu 95 Prozent identisch mit der von al-Qaida und der von Osama bin Laden", zitiert "Fakt" den Islamwissenschaftler Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik.

Quelle: KNA/dpa/dcs
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