11.10.12

US-Wahlkampf

Obama erklärt mattes TV-Duell mit schlechtem Tag

Er sei "zu höflich" gewesen, seinem Herausforderer Mitt Romney im TV-Duell immer wieder vorzuhalten, dass er nicht die Wahrheit sage, erklärt der US-Präsident. Doch der blasse Auftritt hat Folgen.

Foto: dapd

Seit seinem schwachen Auftreten im ersten TV-Duell sinken die Umfragewerte von US-Präsident Barack Obama. Die Wahl könnte knapp ausgehen
Seit seinem schwachen Auftreten im ersten TV-Duell sinken die Umfragewerte von US-Präsident Barack Obama. Die Wahl könnte knapp ausgehen

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney liegt einer Umfrage zufolge knapp vor Amtsinhaber Barack Obama. Wie aus einer Reuters/Ipsos-Erhebung hervorging, führt Romney mit 45 zu 44 Prozent vor dem Demokraten. Am Vortag hatten die beiden Männer noch gleichauf gelegen. Romney profitiert weiter von seinem starken Abschneiden beim ersten TV-Duell Anfang des Monats.

Obama war nach eigener Einschätzung beim ersten Fernsehduell gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney nicht gut in Form. "Ich hatte einen schlechten Tag", sagte der demokratische Amtsinhaber am Mittwoch dem Fernsehsender ABC mit Blick auf die Fernsehdebatte vor einer Woche.

Obama verspricht "mehr Aktivität" in nächster Debatte

Romney dagegen habe "einen guten Tag" erwischt. Unabhängig von dieser Tagesform seien die fundamentalen inhaltlichen Fragen des Präsidentschaftswahlkampfes aber die gleichen geblieben, betonte Obama.

Dem Online-Portal Black America Web gegenüber wurde Obama deutlicher: "Ich war einfach zu höflich", sagte er. Es sei aber schwierig gewesen, Romney immer wieder vorzuhalten, dass er nicht die Wahrheit sage.

Bei der nächsten Debatte kommende Woche wolle er seinem Gegner aber mehr Paroli bieten. "Wir werden dann etwas mehr Aktivität sehen", sagte Obama.

Vize-Duell in der Nacht zum Freitag

Die nächste Debatte zwischen den beiden Politikern steht in der kommenden Woche an. Zuvor treffen am Donnerstagabend US-Vizepräsident Joe Biden und der republikanische Vizekandidat Paul Ryan bei ihrer einzigen Fernsehdebatte aufeinander.

Bei dem 90-minütigen Duell an einer Hochschule in der Kleinstadt Danville im Bundesstaat Kentucky soll es um innen- und außenpolitische Themen gehen. Bei der Präsidentenwahl am 6. November erwarte er ein knappes Ergebnisse, meinte Obama mit Blick auf die sinkenden Werte in Umfragen.

Quelle: Reuters/AFP/dpa/ks
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