Gefährlicher Sport
Zwei Tote bei Canyoning-Unfall in der Schweiz
Im Schweizer Kanton St. Gallen sind eine Deutsche und ein Belgier beim Klettern in einer Schlucht ums Leben gekommen. Sie wurden von plötzlich aufsteigenden Wassermassen überrascht.
In einer Schlucht in der Schweiz sind zwei Menschen beim Canyoning ums Leben gekommen. Plötzlich aufsteigendes Wasser habe eine deutsche Freizeitsportlerin und den belgischen Führer einer Gruppe im Fallenbach bei Amden mit sich gerissen, erklärte die Polizei im Kanton St. Gallen am Montag. Suchtrupps hätten die Leichen der beiden am späten Sonntagabend gefunden.
Der 24-jährige Führer aus Belgien und die 23-jährige Frau aus Deutschland wurden den Angaben zufolge zunächst vermisst. Einsatzkräfte des Schweizer Alpen-Clubs, der Feuerwehr, der Seerettung und der Polizei durchkämmten die Gegend, der Einsatz eines Hubschraubers musste wegen schlechten Wetters abgebrochen werden. Gegen 23.00 Uhr hätten die Suchtrupps die Leichen der beiden Vermissten gefunden, erklärte die Polizei.
Von den Wassermassen überrascht
Demnach wurden zwei Gruppen am Sonntag beim Canyoning von den Wassermassen überrascht. Eine Gruppe konnte sich laut Polizei selbst retten. Fünf Teilnehmer der anderen Gruppe seien später von Rettungskräften geborgen worden.
Drei Sportler wurden den Angaben zufolge leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Wie ein Polizeisprecher der Schweizer Nachrichtenagentur SDA sagte, hatte es am Sonntagnachmittag stark geregnet. Zum genauen Unfallhergang wurden Ermittlungen eingeleitet.
Beim Canyoning wird eine Schlucht durch Abseilen, Klettern, Rutschen, Schwimmen oder Tauchen bezwungen. Dabei kommt es immer wieder zu Unfällen.














