24.08.12

Matthias Opdenhövel

"Waldi ist als Typ eine Legende"

Neues Format, neue Gesichter: Mit dem "Sportschau-Club" hat die ARD die Nachfolge für "Waldis EM-Club" geregelt. Matthias Opdenhövel gehört zum neuen Moderatorenteam und erzählt, was sich ändern wird.

Foto: DPA
Drei Moderatoren ersetzen «Waldi»
Das neue Trio des "Sportschau-Clubs" Reinhold Beckmann, Gerhard Delling und Matthias Opdenhövel (v.l.) werden nach Spielen der deutschen Nationalmannschaft ihren eigenen Talk bekommen

Die Welt: Herr Opdenhövel, was erwartet die Zuschauer im neuen "Sportschau-Club"?

Matthias Opdenhövel: Wir wollen die Fans mit Fußball-Themen unterhalten. Es wird jedenfalls keine Analyse der Analyse sein. Wir werden ausschließlich Gäste aus dem Fußballsektor und keine Comedians haben. Außerdem werden wir ganz in der Nähe des Geschehens sein. An den Stadien wird ein Glasstudio aufgebaut, aus dem wir senden. Publikum gibt es nicht mehr.

Berliner Morgenpost: Wissen Sie schon, welche Gäste Sie am 11. September begrüßen werden?

Opdenhövel: Wir schauen gerade noch, welche Ideen wir umsetzen können. Es ist alles sehr schnell gegangen, ich habe erst vor einer Woche von der Sendung erfahren. Sicher ist: Drei bis vier tolle Experten werden bei mir auf der Couch sitzen.

Die Welt: Wird Matze Knop – wie in "Waldis EM-Club" - wieder dabei sein?

Opdenhövel: Nein. Die Sendung soll sich aus den gegebenen Anlässen verändern. Da haben alle Beteiligten gesagt, eine neue Farbe wäre schön. Das heißt nicht, dass es nicht unterhaltend wird. Aber die Schwerpunkte müssen stets der Fußball und die Nationalmannschaft sein.

Berliner Morgenpost: Das Erste hat sich gleich für drei verschiedene Moderatoren entschieden.

Opdenhövel: Ja, es gibt drei "Sportschau"-Moderatoren, die sollen sich eben abwechseln. Aber jeder wird das mit seiner ganz persönlichen Farbe machen. Da gibt es keine einheitliche Linie, die vorgegeben ist. Die Bandbreite, informativ und unterhaltend zu sein, können wir alle bedienen.

Berliner Morgenpost: Der "Sportschau-Club" ist erst einmal bis Ende des Jahres geplant. Wissen Sie schon, wie es danach weitergeht?

Opdenhövel: Das halbe Jahr soll genutzt werden, um auszuprobieren. Parallel dazu wird man sich Gedanken machen, wie das generelle Konzept für 2013 aussehen soll.

Die Welt: Was macht diesen Job für Sie spannend?

Opdenhövel: Weil es ein Halbstunden-Format ist, kommt der Talk etwas mehr zum Tragen als bei einer klassischen Fußball-Moderation nach einem Spiel. Da ist man unter anderem durch Live-Interviews extrem an Zeiten gebunden ist. Beim "Sportschau-Club" haben wir die Möglichkeit, auch globalere Themen, die die Nationalmannschaft betreffen, zu besprechen und zu vertiefen.

Berliner Morgenpost: Soll mit dem "Sportschau-Club" die gesamte Länderspiel-Berichterstattung in der ARD ernsthafter werden?

Opdenhövel: Das ist eine Definitionssache: Was ist ernsthaft? Was ist unterhaltend? Klar ist: Man will es jetzt ein bisschen anders machen. Es ist durchaus so, dass die halbe Stunde unterhaltend sein kann, aber vielleicht mit etwas anderen Mitteln als in der letzten Zeit.

Berliner Morgenpost: Waldemar Hartmann wurde für seine Moderation von "Waldis EM-Club" zuletzt kritisiert. Wie fanden Sie seine Performance?

Opdenhövel: Ich habe keine Sendung komplett sehen können, weil ich parallel dazu selbst gearbeitet habe. Von daher kann ich dazu nicht wirklich etwas sagen. Waldi als Typ ist aber eine Legende, das ist doch ganz klar. Ich habe ihn immer gerne gesehen.

Berliner Morgenpost: Werden Sie eigentlich auch alle Gäste duzen?

Opdenhövel: Meine Gäste duze ich nie. Ich nenne sie beim Vornamen und sage "Sie". Nur meine Co-Moderatoren duze ich, da gibt es ja auch ein engeres persönliches Verhältnis.

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