17.08.12

Grüne

Göring-Eckardt durchkreuzt grüne Spitzen-Kür

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt will Teil eines "grünen Spitzenteams" sein. Damit wendet sie sich gegen grüne Pläne, mit nur zwei Spitzenkandidaten anzutreten.

Von Matthias Kamann
Foto: DAPD
Katrin Göring-Eckardt wirft ihren Hut in den Ring
Katrin Göring-Eckardt wirft ihren Hut in den Ring

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt bewirbt sich um einen Platz in einem "Spitzenteam" der Grünen für die Bundestagswahl 2013. Das geht aus einer Erklärung der Politikerin hervor, die der "Welt" vorliegt. "Unser gemeinsames Ziel ist es, 2013 die schwarz-gelbe Regierung abzulösen.

Für dieses Ziel brauchen wir unsere gesamte Energie. Für dieses Ziel will ich mit aller Kraft und allen meinen Möglichkeiten in einem grünen Spitzenteam kämpfen", schreibt Göring-Eckardt.

Indem sie das Wort "Team" benutzt, wendet sich Göring-Eckardt gegen Pläne der Grünen, mit nur zwei Spitzenkandidaten anzutreten und über diese Plätze die Parteibasis per Urwahl abstimmen zu lassen.

"Eine mögliche Urwahl über die SpitzenkandidatInnen löst keine Begeisterung aus. Sie wird meistens sogar abgelehnt, denn sie bedeutet Beschäftigung mit uns selbst und verlängert einen Prozess, der uns schon in den letzten Monaten alles andere als gutgetan hat", schreibt Göring-Eckardt und fügt hinzu: "Wir sind Teamspieler. Für mich gilt: Ich trete gern in einem Team an, das alle unsere Stärken zusammen bringt, das unsere Schwächen minimiert und so viele Menschen wie möglich anspricht und überzeugen kann für den Politikwechsel, für uns Grüne zu stimmen." Es komme "nicht darauf an, wie viele Menschen unsere Politik herausgehoben vertreten, sondern, dass sie es gut machen und sich gegenseitig ergänzen".

Gegen wen tritt Göring-Eckardt an?

Dennoch schließt Göring-Eckardt nicht aus, auch bei einer Urwahl für nur zwei Kandidatenposten zu kandidieren: "Eine Urwahl ist eine Möglichkeit zu SpitzenkandidatInnen zu kommen, der ich mich nicht verweigere."

Denkbar also ist durchaus, dass Göring-Eckardt gegen andere Kandidaten antreten wird. Das sind nach Stand der Dinge Fraktionschef Jürgen Trittin, der seine Bewerbung für ein Spitzenduo bereits offiziell bekannt gegeben hat, Parteichefin Claudia Roth, die ihre Bewerbung angekündigt hat, und vermutlich auch Fraktionschefin Renate Künast.

Es gibt sogar noch zwei weitere Bewerber, nämlich die beiden süddeutschen Basis-Leute Franz Spitzenberger und Werner Winkler. Doch weil die beiden kaum bekannt sind, würde es bei der Urwahl zur Konkurrenz zwischen Roth, Trittin, Göring-Eckardt und vermutlich Künast kommen. Ob es aber eine Urwahl gibt, soll ein Kleiner Parteitag ("Länderrat") am 2. September entscheiden.

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