10.08.12

Kapitalausschüttung

Yahoo-Chefin stellt Milliarden-Versprechen in Frage

Kaum im Amt eckt die neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer gehörig an. Die Entscheidungen ihrer Vorgänger stellt sie in Frage. Von Milliarden-Versprechen an die Aktionäre will sie nichts wissen.

Foto: REUTERS
File photo of Marissa Mayer posing at Google's Mountain View, California headquarters
Die ehemalige Google-Managerin Marissa Mayer beim angeschlagenen Suchmaschinenunternehmen Yahoo das Ruderherumreißen

Die neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer stößt die eigenen Aktionäre vor den Kopf. Sie stellte zahlreiche Entscheidungen ihrer Vorgänger in Frage - darunter auch das Versprechen, die Milliarden aus dem Verkauf von Anteilen am chinesischen Internetunternehmen Alibaba an die Aktionäre auszuschütten.

In einer ersten Reaktion brach die Yahoo-Aktie nachbörslich um 5 Prozent ein.

Yahoo erklärte in einer Börsenmitteilung, dass sich Mayer zusammen mit dem Verwaltungsrat die Wachstums- und Übernahmestrategie des Unternehmens anschaue, dazu den Restrukturierungsplan sowie die anvisierte Kapitalzuteilung und den Kassenbestand.

Den ehemaligen Arbeitgeber Google will sie überflügeln

Alleine der Alibaba-Verkauf soll 6,3 Milliarden Dollar in bar einbringen. Nahezu alles Geld, was nach Steuern übrig bleibt, war eigentlich den Aktionären versprochen worden – etwa in Form eines Aktienrückkaufs.

Die ehemalige Google-Spitzenmanagerin hatte Mitte Juli das Ruder bei Yahoo übernommen und muss nun die schleppend laufenden Geschäfte ankurbeln.

Mayer will das Internet-Urgestein wieder zu einer Innovationsmaschine machen, um gegen Rivalen wie Google oder Facebook bestehen zu können.

Das aber kostet Geld und braucht Mitarbeiter. Derzeit läuft noch ein Stellenabbau, dem 2000 der insgesamt 14.000 Beschäftigten zum Opfer fallen sollen.

Quelle: dpa/mac
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Emmelie de Forest holt den Eurovision Song Contest nach Dänemark
01:11Malmö 2013
Eurovision Song Contest - Dänin vorn, Deutschland enttäuscht

Emmelie de Forest war die Favoritin der Buchmacher, nun kommt der Eurovision Song Contest tatsächlich nach Dänemark. Deutschland stürzt dagegen ab und landet mit Cascada auf Platz 21 von 26. mehr...


Madleen Borngräber leidet an einer seltenen Krankheit
18.05.13Krebs-Gen wie Angelina Jolie
Warum sich eine Berliner Studentin die Brüste amputieren ließ

Madleen Borngräber (25) trägt das Krebs-Gen in sich. Deshalb ließ sie sich vorsorglich die Brüste entfernen. Genau wie Schauspielerin Angelina Jolie, die vor kurzem damit an die Öffentlichkeit ging. mehr...


Tod im Badeparadies: Ein 15-Jähriger starb in „Tropical Island“
18.05.13Badeunfall
15-Jähriger stirbt beim Baden im Freizeitparadies "Tropical Islands"

Im Freizeitbad "Tropical Islands" ist ein Jugendlicher leblos im Wasser gefunden worden. Der Junge wurde noch in eine Klinik gebracht. Doch alle Versuche, ihn wiederzubeleben, scheiterten. mehr...

Hertha BSC
18.05.13Terminvorschau
Das bringt der Tag in Berlin am Sonntag

Berlin hat jeden Tag Neues zu bieten. Politische Termine, Demonstrationen, Prozesse, Theater, Konzerte. Hier finden Sie eine Auswahl der Berliner Morgenpost für Sonntag, den 19. Mai. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Marissa Mayer
  • Die Frau

    Als Marissa Mayer 1999 ihr Studium in Informatik und Künstlicher Intelligenz an der Elite-Uni Stanford abschloss, hätte sie viele Jobs in der IT-Branche haben können – sie entschied sich für das Start-up Google. Aus Google wurde der weltgrößte Internetkonzern und aus Mayer eine 300 Millionen Dollar schwere Ikone des Silicon Valley. Mehrere Jahre war die heute 37-jährige Blondine mit Google-Gründer Larry Page liiert. Inzwischen ist sie mit Zach Bogue verheiratet, mit dem sie eine private Suite im „Four Seasons“ in San Francisco bewohnt.

  • Die Managerin

    Mayer gilt als hochintelligente Macherin, die keine Entscheidung dem Zufall überlässt. Bei Google war sie eine „24-7“-Frau, die keine Pausen kannte und Mitarbeitern keine gönnte. Sie gehörte zum engsten Kreis der Gründer und trat lange als „Außenministerin“ auf. Der Wechsel zu Yahoo kommt dennoch nicht überraschend: Ex-Freund Larry Page hätte ihr den Chefsessel nicht überlassen.

Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Der Futiklub Absolutely Ferguson
Zeit für Neues Beckham beendet seine aktive Fußballkarriere
Parlament Bundestag debattiert über Atommüllendlager
Cannes Emma Watson spielt Kriminelle in Coppolas Film
 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Großeinsatz

Feuer in Berliner Autowaschanlage

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote