Ebola-Seuche
Uganda – Bevölkerung soll Körperkontakt meiden
Aus Ugandas Hautpstadt Kampala werden erste Fälle von Ebola gemeldet. Internationale Experten versuchen, das Virus einzudämmen. Die Infektionswelle nahm ihren Anfang in den Dörfern.
Nach dem Ausbruch des Ebola-Fiebers im ostafrikanischen Uganda hat Präsident Yoweri Museveni die Menschen dazu aufgefordert, körperliche Kontakte zu vermeiden. "Ebola wird durch Körperkontakt übertragen, schüttelt Euch deshalb nicht mehr die Hände", erklärte Museveni in einer Fernsehansprache. Unterdessen berichteten lokale Medien von ersten Fällen in der Hauptstadt Kampala.
Das Virus war vor drei Wochen im Westen des Landes aufgetreten und hat bislang 14 Menschen das Leben gekostet. "Das Gesundheitsministerium versucht alle Menschen ausfindig zu machen, die Kontakt mit den Opfern hatten", sagte Museveni. Er warnte davor, Ebola-Opfer selbst zu begraben. "Ruft Gesundheitsarbeiter an, denn diese wissen, was zu tun ist."
Zwei Menschen hätten mittlerweile in der Hauptstadt Kampala Symptome der Krankheit gezeigt, berichtete die Zeitung "Daily Monitor". Einer der Betroffenen sei im dortigen Mulago Hospital an den Folgen der Seuche gestorben. Mehrere Ärzte und Krankenpfleger seien in Quarantäne, weil sie in dem Krankenhaus Kontakt zu Ebola-Patienten hatten.
"Kein Grund für Alarm"
Das ugandische Gesundheitsministerium dementierte die Berichte. "Wir wissen von keinen Ebola-Fällen in Kampala", sagte Sprecherin Rukia Nakamatte. Die Behörde erklärte, es gebe "keinen Grund für Alarm".
Internationale Teams der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des US-amerikanischen Zentrums für Krankheitskontrolle (CDC) sind nach Angaben von Gesundheitsministerin Christine Ondoa im Einsatz, um das Virus einzudämmen. "Uganda hat die Kapazitäten, um eine Ausbreitung einzudämmen", betonte Joachim Saweka von der WHO Uganda.
Bei zwei Ebola-Epidemien in den Jahren 2000 und 2007 waren in Uganda weit mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Im vergangenen Jahr starb dort ein zwölfjähriges Mädchen an der gefährlichen Krankheit.
Eine Infektion mit Ebola-Viren führt in 50 bis 80 Prozent der Fälle zum Tod. Das Ebola-Fieber beginnt mit Fieber und Muskelschmerzen, später kommen Durchfall und Magenschmerzen hinzu. Einige Patienten bekommen innere und äußere Blutungen. Das Virus ist hochansteckend und wird durch Blut und Auswurf übertragen. Gegen das hämorrhagische Fieber gibt es keine Therapie und keine Impfung. Vor allem in Afrika südlich der Sahara kommt es immer wieder zu Ausbrüchen.
















