Energiewende
Grüner Trittin kritisiert Altmaiers Braunkohle-Pläne
Umweltminister Altmaier will die Energieversorgung durch den Bau neuer Kohlekraftwerke sichern. Der Grünen-Fraktionschef Trittin wirft ihm deshalb vor, es nicht ernst zu meinen mit dem Klimaschutz.
Die Grünen haben den Vorstoß von Umweltminister Peter Altmaier (CDU), zur Sicherung der Energieversorgung weiterhin an Kohlekraftwerken festzuhalten, scharf kritisiert. "Wer es ernst meint mit der Energiewende und dem Klimaschutz, der kann nicht für Kohlekraftwerke sein", sagte Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin den Dortmunder "Ruhr Nachrichten". Neue Kohlekraftwerke seien "unwirtschaftlich, klimaschädlich und zu unflexibel, um die Erzeugungsschwankungen erneuerbarer Energien ausgleichen zu können", sagte er.
Altmaier hatte der Wochenzeitung "Die Zeit" gesagt, es sei zu schaffen, bis zum Jahr 2020 insgesamt 35 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien zu erhalten. Das bedeute aber auch, dass "zunächst immer noch 65 Prozent anders erzeugt werden" müssten.
Der Bau neuer Kohlekraftwerke ist umstritten, weil diese durch ihre CO2-Emissionen weiterhin zum Klimawandel beitragen würden. Altmaier verwies aber auch auf mögliche positive Umwelteffekte: "Ich meine, dass es Sinn macht, alte umweltschädliche Braun- und Steinkohlekraftwerke durch moderne effiziente Kohle- und Gaskraftwerke zu ersetzen."















