Schlammlawine
Deutscher Tourist nach Erdrutsch in Kanada vermisst
In Kanada hat eine Schlammlawine Teile einer Ortschaft unter sich begraben. Es werden vier Menschen vermisst, darunter offenbar auch ein Deutscher. Die unsichere Lage am Unglücksort erschwert Suche.
Nach einem Erdrutsch im Westen Kanadas werden vier Menschen vermisst. Unter den Verschütteten soll auch ein deutscher Tourist sein. Wegen der unsicheren Bedingungen am Unglücksort hätten die Rettungsarbeiten am Freitag vorübergehend eingestellt werden müssen, teilte der Sprecher des Bezirks Zentral Kootenay, Bill McPherson, mit. Die Suche werde fortgesetzt, sobald sich der Schutt nicht weiter bewege.
Bereits am Donnerstag hatten sich Schlamm und Felsen von den Hängen oberhalb des Sees Kootenay in der Provinz British Columbia gelöst und mehrere Häuser in der Ortschaft Johnsons Landing unter sich begraben. In der Region wurde der Notstand ausgerufen und mehrere Bewohner in die Ortschaft Kaslo auf der anderen Seite des Sees gebracht.
Sie hoffe, dass ihre 17 und 22 Jahre alten Töchter sowie ihr Ex-Mann noch lebten, sagte Lynn Migdal, deren Haus von der Schlammlawine getroffen wurde. "In einem meiner Häuser, das verschüttet wurde, sind drei Menschen lebend begraben – hoffentlich lebend", sagte sie am Telefon aus dem US-Staat Florida.
Midgal forderte eine zügige Wiederaufnahme der Bergungsarbeiten. "Es ist sehr frustrierend", sagte sie am Freitag. "Es geht so langsam voran. Gestern warteten sie darauf, dass sich die Lage beruhigt. Aber sie sagten, nach Sonnenaufgang würden sie anfangen zu graben und meine Familie da raus zu holen."















