Betrüger
22 Jahre Haft wegen "obszönen Lebensstils"
In den USA hat sich Samuel "Mouli" Cohen über einen längeren Zeitraum hinweg knapp 30 Millionen Dollar ergaunert und mit vollen Händen ausgegeben. Deshalb muss er jetzt für 22 Jahre ins Gefängnis.
Wegen Betrugs in Höhe von mindestens 30 Millionen Dollar (22,5 Millionen Euro) ist ein Mann in den USA am Montag zu 22 Jahren Haft verurteilt worden. Samuel "Mouli" Cohen hatte fast 100 Investoren um ihr Geld gebracht und mit der Beute seinen "obszönen Lebensstil" finanziert, wie Bezirksrichter Charles Breyer bei der Urteilsverkündung sagte.
So habe der 54-Jährige unter anderem den Verkauf des Buches seiner Frau Stacy Cohen ("The Kosher Billionaire's Secret Recipe") angekurbelt. Zudem sei Cohen in einem angeblich ihm gehörenden Privatflugzeug durch die USA gereist und habe dabei auch Stars wie Elton John oder Jennifer Lopez eingeladen.
Cohens Betrügereien führten nach Angaben der Ermittler auch zur Pleite der Wohltätigkeitsorganisation Vanguard Public Foundation, die der Schauspieler Danny Glover und der Sänger Harry Belafonte 1972 gegründet hatten.
Cohen ist ein Sohn russischer Immigranten. Er wuchs in Jerusalem auf. 1978 wurde er US-Bürger. Zuletzt zelebrierte Cohen seinen aufwendigen Lebenswandel in einem Reichenviertel in San Francisco. In seinem Haus schmückte er die Wände mit Imitationen von Picasso-, Miro- und Matisse-Gemälden. Besuchern erklärte Cohen, es seien Originale.














