30.03.12

Politbarometer

FDP-Politiker werden noch unbeliebter

Im neuen ZDF-Politbarometer liegt die FDP unverändert unter der Fünf-Prozent-Hürde bei drei Prozent. Parteichef Rösler und Außenminister Westerwelle verlieren in der Umfrage weiter an Zustimmung.

Foto: DAPD
FDP verpasst Wiedereinzug in den Landtag im Saarland
Guido Westerwelle (l.) und Philipp Rösler im Bundestag

Die FDP verharrt im neuen ZDF-Politbarometer tief im Keller. Der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zufolge könnten die Liberalen bei einer Bundestagswahl derzeit weiterhin nur mit drei Prozent der Stimmen rechnen. Anzeichen für eine Trendwende, die sich in den vergangenen Wochen in einigen Umfragen angedeutet hatten, bestätigten sich nicht.

Im Aufwind sind dagegen nach ihrem Wahlerfolg im Saarland die Piraten, während sich das Kräfteverhältnis der Parteien sonst kaum veränderte.

Die CDU/CSU kann der Umfrage zufolge weiterhin mit 36 Prozent der Stimmen rechnen. Die SPD verliert einen Punkt auf jetzt 29 Prozent. Die Grünen bleiben wie in den Vorwochen bei 14 Prozent. Die Piraten können sich mit acht Prozent (plus zwei Punkte) auf den vierten Platz vorschieben. Für die Linke werden sieben Prozent vorhergesagt.

Mehrheit will große Koalition

SPD und Grüne bleiben mit zusammen 43 Prozent zwar weiterhin klar vor der CDU/CSU, jedoch weit von einer eigenen Mehrheit entfernt. Rechnerisch möglich wäre neben einer großen Koalition auch ein Bündnis von CDU/CSU und Grünen.

Eine große Koalition wird in der Umfrage von 56 Prozent der Befragten befürwortet, ein schwarz-grünes Bündnis dagegen nur von 28 Prozent. Rot-Grün wäre für 42 Prozent eine gute Option.

Merkel beliebteste Politikerin

Die Rangfolge der zehn wichtigsten Politiker wird weiterhin von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einem Zustimmungswert von 1,7 (zuvor: 1,5) angeführt. Dicht darauf folgen die beiden möglichen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück mit 1,7 (1,5) und Frank-Walter Steinmeier mit unverändert 1,5.

Auf den weiteren Plätzen liegen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 1,4 (1,3), Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) mit 1,3 (1,3) und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit 0,9 (0,7).

Jeweils leicht verbessern konnten sich SPD-Chef Sigmar Gabriel und CSU-Chef Horst Seehofer mit jeweils 0,8 (0,6). Noch einmal weiter in den Negativbereich abgesackt sind Außenminister Guido Westerwelle (FDP) mit minus 1,2 (minus 1,1) und als Schlusslicht FDP-Chef Philipp Rösler mit minus 1,4 (minus 1,2).

Für die Umfrage befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 27. bis 29. März telefonisch 1271 repräsentativ nach dem Zufallsprinzip ermittelte Wahlberechtigte. Die jüngsten Entwicklungen im Fall Schlecker konnten also noch kaum in die Befragung einfließen.

Quelle: AFP/smb
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