Spielzeug
EU warnt vor giftigen Filzstiften
Mit Filzstiften der Marke "Tiptop" sollten Kinder lieber nicht schreiben. Denn das Spielzeug aus China ist giftig und wurde mittlerweile bundesweit aus den Läden genommen. Doch Gefahr droht der EU zufolge auch von Puppen, Plastikautos und Kuscheltieren.
Die Zahl gefährlicher Spielzeuge und anderer beanstandeter Verbrauchsgüter steigt in der Europäischen Union weiter an. Im vergangenen Jahr gaben die europäischen Aufsichtsbehörden 1355 Produktwarnungen heraus, das war ein Anstieg um 47 Prozent im Vergleich zu 2006, wie EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva in Brüssel mitteilte. Spielsachen wurden von allen Warengruppen am häufigsten bemängelt.
Laut "Ruhr Nachrichten" stuften die Kontrollbehörden in den EU-Staaten bis Ende Dezember vergangenen Jahres mindestens 409 Spielzeuge als gefährlich ein, rund 85 Prozent mehr als 2006. Spielwaren machten danach etwa ein Drittel aller als unsicher gemeldeten Produkte auf dem europäischen Markt aus. Die Mehrzahl der gefährlichen Puppen, Kuscheltiere und Plastikautos kommt demnach weiterhin aus aus China.
Die aktuellste Warnung vor gefährlichen Konsumgütern stammt aus Deutschland. Laut dem EU-Schnellwarnsystem RAPEX schlugen die deutschen Behörden Anfang April wegen giftiger Filzstifte der Marke "Tiptop" aus China Alarm. Sie mussten daraufhin aus den Läden genommen werden.
Verbraucherkommissarin Kuneva führt die gestiegene Zahl von Produktwarnungen auf die "stark gestiegene Beteiligung der EU-Staaten" zurück. Im vergangenen Herbst hatte eine Reihe von Spielwaren-Rückrufen für Aufregung gesorgt. Unter anderem der US-Konzern Mattel musste mehr als 20 Millionen Spielzeuge zurückrufen. Im Detail will Kuneva den EU-Jahresbericht zu beanstandeten Produkten am Donnerstag in Brüssel vorstellen.
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