Grundschulen entscheiden gegen "Grundschrift"
Hamburg (dpa/lno) - Die sogenannte Grundschrift, die Schulsenator Ties Rabe (SPD) an Hamburgs Grundschulen einführen wollte, ist nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung vorerst vom Tisch. Keine der 212 Schulen habe bislang beschlossen, die klassische «Schwungschrift» durch individuell verbundene Druckbuchstaben zu ersetzen, berichtet «Bild Hamburg» am Sonnabend unter Berufung auf die Schulbehörde. Der Vorstoß von Rabe hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht und war kürzlich auch von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) kritisiert worden.
In Hamburg können die Grundschulen seit diesem Schuljahr selbst entscheiden, ob die Abc-Schützen nur noch eine Druckschrift lernen oder wie bisher zusätzlich die Schreibschrift. Der Grundschulverband hatte die Grundschrift entwickelt. An die Buchstaben kommen kleine Bögen, damit die Kinder diese später leichter verbinden können. Die Vorteile der Druck- und Schreibschrift sollen vereint werden.
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