Steuerzahlerbund kritisiert Landes-Gehälter
Berlin - Die Höhe der Vorstandsgehälter in zahlreichern Berliner Landesunternehmen ist aus Sicht des Steuerzahlerbundes nicht zu rechtfertigen. «Viele dieser Betriebe führen im weitesten Sinne staatliche Aufgaben aus, aber ihre Chefs verdienen mehr als der Regierende Bürgermeister», sagte der Vorsitzende des Berliner Steuerzahlerbunds, Alexander Kraus, der Nachrichtenagentur dpa. Er forderte, die Gehaltssteigerungen in den Chefetagen der Landesunternehmen zu begrenzen. «Zumindest dürfen die Bezüge nicht stärker steigen als im öffentlichen Dienst.»
Nach Recherchen der Nachrichtenagentur dpa waren bei den wichtigsten Landesunternehmen die Bezüge der Vorstände und Geschäftsführer im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent gestiegen. Eine ganze Reihe von Führungskräften verdient 300 000 Euro und mehr im Jahr und damit mindestens doppelt so viel wie der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).
Kraus ließ das Argument nicht gelten, ohne gute Gehälter seien keine geeigneten Kräfte für die Führungsaufgaben zu gewinnen. «Solche Posten werden oft mit politisch gefälligen Personen besetzt. Und im Umkehrschluss würde das ja heißen: Man findet beim aktuellen Gehalt auch kein geeignete Personal für den Posten des Regierenden Bürgermeisters.»
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