21.02.13

Videogames

Playstation 4 – Das wird die neue Konsole können

Auch wenn Sony die Playstation 4 noch gar nicht gezeigt hat, lassen die Ankündigungen auf ein paar innovative Neuerungen hoffen. So soll der Dualshock-Kontroller die Spieler sehen können.

Quelle: Reuters
21.02.13 1:16 min.
Sony hat nach sieben Jahren eine neue Spielekonsole enthüllt. Die PlayStation 4 soll den Rückgang der Nutzerzahlen mit dem Streamen von Onlinespielen und einer Touchscreen-Steuerung eindämmen.

Gezeigt hat Sony die neue Playstation 4 bei der Vorstellung in New York zwar noch nicht. Und auch der Verkaufsstart ist noch in weiter Ferne. Erst zum Weihnachtsgeschäft soll die neue Spielekonsole in die Läden kommen. Doch bereits die Ankündigungen des japanischen Konzerns lassen auf ein paar echte Innovationen hoffen.

Die neue Playstation, die den inzwischen sieben Jahre alten Vorgänger-Hit ablöst, soll als erste einer neuen Generation von Spielkonsolen die dominanten PCs einholen und überholen. Gleichzeitig soll die Playstation 4 dem Sony-Konzern aus einer jahrelangen Krise heraushelfen.

Sonys Playstation-Manager Andrew House kündigte an, Sony wolle es speziell Spiele-Programmierern einfach machen, neue Titel für die PS4 zu entwickeln. Bereits seit 2008 haben sich die Ingenieure des Konzerns mit Spiele-Entwicklern zusammen gesetzt, um den Zugang zu Sonys kommender Plattform zu erleichtern. "Die PS4 ist inspiriert von den Entwicklern", sagte House.

PC-Hardware kommt zum Einsatz

Sony verwendet für die PS4 erstmals PC-Hardware: Ein x86-Prozessor soll es speziell Independent-Entwicklern einfacher machen, ihre Produkte für mehrere Plattformen zu verwenden. Acht Gigabyte schneller GDDR5-Arbeitsspeicher und eine Grafikeinheit aus der PC-Herstellung reichen laut Sony aus, um die Zukunftssicherheit der PS4 zu gewährleisten.

Demgegenüber steht allerdings, dass moderne Gaming-PCs bereits heute die doppelte Menge Speicher mitbringen. Wie bei diesen auch übernimmt in der PS4 der Grafikprozessor die Physikberechnungen.

Ein Alleinstellungsmerkmal der PS4 soll der neue Dualshock-Kontroller werden: Er kombiniert die klassische Steuerung mit einem integrierten Touchpad, außerdem emittiert er Licht, das von einer Stereokamera an der Konsole verfolgt wird – so kann der Kontroller auch die Bewegungen von Spielern im Raum verfolgen und diese auseinander halten.

Auch die mobile Spielekonsole Playstation Vita soll mit der neuen PS4 interagieren. So soll es möglich sein, begonnene Spiele auf der tragbaren Variante der Playstation weiterzuspielen.

Videoclips mit Freunden im Netz teilen

Doch eine hochgerüstete Hardware allein reicht nicht mehr aus, um den PCs Paroli zu bieten: Sony setzt voll auf die Integration des eigenen sozialen Spielernetzwerks. Die Nutzern sollen ein halbes Dutzend Sharing-Funktionen bekommen: So sollen sie etwa direkt aus dem Spiel heraus knappe Zehn-Sekunden-Videoclips von ihren Heldentaten ins Netz stellen, oder Freunde aus dem Spiel heraus zum Mitmachen einladen.

Weiter hofft Sony, die Nutzer so gut kennen zu lernen, dass die PS4 bereits vorausahnt, welche Inhalte interessieren. Die werden dann bereits vorab aus dem Netz geladen, um die Wartezeiten für neue Inhalte kurz zu halten.

Für Sonys Chef Kazuo Hirai ist die PS4 der wohl wichtigste Versuch, die andauernde Abwärtsspirale des einstigen Weltmarktführers für Wohnzimmerelektronik aufzuhalten. Die Welt der Spieler hat sich jedoch seit der Präsentation der PS3 2006 erheblich verändert: Spiele kommen nicht mehr per DVD, sondern als günstiger schneller Download.

Eine weitere Neuerungen besteht darin, dass Spiele direkt aus dem Internet heruntergeladen werden können und mit dem Spielen schon begonnen werden kann, noch bevor der Download vollständig abgeschlossen ist.

Der Markt für Spiele hat sich rasant gewandelt

Viele Titel kosten deutlich weniger als 50 Euro, diverse erfolgreiche Titel werden gar als Umsonst-Spiele mit kostenpflichtigem Premium-Zusatz-Abo angeboten. Um dieser Veränderung gerecht zu werden, muss Sony nicht nur gegen die alten Konkurrenten Nintendo und Microsoft, sondern vor allem auch gegen die Stream-Plattform für PCs und gegen Apples App-Store gut abschneiden.

Ob das gelingt, wird im wesentlichen davon abhängen, wie frei zugänglich für Spieleentwickler und Video-Dienste Sony seine neue Plattform tatsächlich gestaltet.

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