07.02.13

Nach BER-Pleite

Tegel soll für 50 Millionen Euro ausgebaut werden

Der Flughafen Berlin-Tegel sollte eigentlich längst geschlossen sein. Doch die BER-Pleite macht einen Weiterbetrieb notwendig. Jetzt soll laut einem Medienbericht in "TXL" sogar investiert werden.

Foto: dpa

In den Flughafen Berlin-Tegel soll wieder investiert werden
In den Flughafen Berlin-Tegel soll wieder investiert werden

In den Flughafen Berlin-Tegel sollen demnächst 50 Millionen Euro investiert werden. Das berichtet "Bild". Grund sei der zunehmende Verschleiß des Airports. Laut "Bild" hält Tegel bis zum frühesten BER-Eröffnungstermin (Ende 2014) nicht mehr durch.

Rund 30 Millionen Euro sollen in die Infrastruktur gesteckt werden, weitere 20 Millionen sind für den Umbau des Terminals C vorgesehen. Allerdings sei über die Maßnahmen noch nicht abschließend beraten worden, so ein Gesellschafter-Vertreter zu "Bild".

Im Zuge der geplanten Fertigstellung des Ausbaus des Flughafens Schönefeld zum BER sollte Tegel ursprünglich am 2. Juni 2012 geschlossen werden. Bis auf weiteres bleibt er allerdings in Betrieb.

Chef von Abwasser-Zweckverbandes beurlaubt

Unterdessen ist der im Zusammenhang mit dem Bau des Hauptstadtflughafens unter Korruptionsverdacht stehende Chef des Märkischen Abwasser-Zweckverbandes bis auf weiteres von seinem Amt beurlaubt worden. Dies habe die Verbandsversammlung am Donnerstag entschieden, teilte der Vorsitzende des Kontrollorgans des Zweckverbandes, Udo Haase, mit. Hintergrund sind Ermittlungen wegen Vorteilsnahme und -gabe im Zusammenhang mit dem neuen Flughafen BER, in deren Mittelpunkt der Verbandschef (62) und ein Unternehmer (60) stehen – beide sitzen in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Verbandschef vor, bei der Auftragsvergabe für die Abwasserleitungen am Flughafen Einfluss genommen haben. Im Gegenzug soll der Rohrleitungsbau-Betrieb des 60-Jährigen Vorteile gewährt haben.

Die Ermittlungen beruhen auf einer anonymen Anzeige und laufen bereits seit 2010. Wegen Verdunklungsgefahr waren die Männer am 24. Januar verhaftet worden. Zudem hat die Staatsanwaltschaft den Verdacht, dass die Beschuldigten auch bei der Zusammenarbeit mit anderen Personen oder Firmen ähnlich vorgegangen sein könnten.

Der beurlaubte Verbandschef wehrt sich gegen seine Verhaftung. Wie sein Verteidiger mitteilte, wurde Haftbeschwerde beim Landgericht Neuruppin eingereicht. Die Untersuchungshaft für seinen Mandanten sei unverhältnismäßig. Das Gericht konnte den Eingang der Beschwerde noch nicht bestätigen.

Quelle: dpa/fp
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