17.01.13

Google

Street-View-Auto überfährt angeblich Esel

Ein vermeintlich toter Esel bringt Google in die Bredouille: Kritiker behaupten, ein Street-View-Fahrzeug habe in Botswana einen Esel überfahren. Doch die empörten Tierfreunde haben etwas übersehen.

Foto: Google

Google Street View ist in immer wieder erstaunlichen Gegenden unterwegs. Derzeit sammeln die Kameraautos etwa in Botswana Straßenansichten ein. Dabei entstanden auch Bilder, die einen Esel zeigen, den das Google-Auto über- bzw. angefahren haben soll
Google Street View ist auch in entlegenen erstaunlichen Gegenden unterwegs. Derzeit sammeln die Kameraautos etwa in Botswana Straßenansichten ein. Dabei entstanden auch Bilder, die einen Esel zeigen, den das Google-Auto über- bzw. angefahren haben soll

Das Motto von Google lautet: "Dont't be evil". Nach Meinung zahlreicher Internetnutzer hat der Suchmaschinengigant nun aber gegen seine eigene Maxime verstoßen und etwas Böses getan. Twitter-Nutzer "Dr. Sheldon Cooper" postete Anfang der Woche einen Screenshot, der einen scheinbar reglos im Sand liegenden Esel zeigt.

Die Szene war im afrikanischen Botswana von einem Kamerawagen aufgenommen worden, der Googles Kartendienst Street View mit Bildern versorgt. Die Schlussfolgerung des Twitterers: "Ich glaube, Google Street View hat in Botswana einen Esel überfahren."

Esel hätte rückwärts laufen müssen

Der Tweet sorgt in Windeseile für Aufregung im Netz und darüber hinaus. Sogar der US-Sender Fox beschäftigte sich mit Googles vermeintlicher Eselei. Das australische Newsportal "news.com.au" bat Google um ein Statement und erhielt eine Bilderstrecke, die beweisen sollte, dass der Esel noch lebt. Veröffentlichen durften die Australier die Fotos jedoch nicht, deswegen beschrieben sie, was die Bilder zeigten.

Laut Google habe der Esel im Sand gelegen und sich erhoben, als der Kamerawagen sich näherte. Für die News.com.au-Redakteurin Claire Porter enthält diese Erklärung jedoch einige Ungereimtheiten. Auf dem ersten Bild, das Google zur Verfügung stellte, habe der Esel im Sand gelegen. Auf dem zweiten sei der Esel aufgestanden, auf dem dritten Bild der Serie stehe er am Straßenrand, allerdings einige Meter hinter der Stelle, an der er gelegen hatte. Dafür, so Porter, hätte das Tier sehr schnell aufstehen und einige Schritte rückwärts laufen müssen. Was die Tiere laut Zoologie-Professor Roger Short gar nicht könnten.

Google beschwichtigt

Doch offenbar sagt der Konzern die Wahrheit: In Botswana herrscht Linksverkehr, der Esel lag auf der linken Straßenseite. Nur in der spiegelverkehrten Ansicht steht der Esel erst auf der Straße, ehe er im Sand liegt. Der von News.com.au vermutete Zusammenprall kann so also nicht passiert sein – vorausgesetzt natürlich, das Google-Auto hielt sich an die Verkehrsregeln.

Wegen der Art, wie die 360-Grad-Aufnahmen zusammengesetzt werden, habe es den Anschein gehabt, "als sei unser Auto in eine ungehörige Fahrerflucht verwickelt gewesen und als hätten wir das arme Vieh auf der Straße liegen lassen", schreibt Google-Maps-Manager Kei Kawai im Google-Blog.

Fazit: Dem Esel geht's offenbar gut – und Google dürfte erleichtert sein.

Quelle: AFP/ire
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