03.01.13

Indien

Fünf Vergewaltiger wegen Mordes an Studentin angeklagt

Nach ihrer brutalen Tat wurden die Männer nun angeklagt. Ein Schnellgericht soll ein Urteil fällen. Es droht die Todesstrafe.

Foto: dapd

Außerhalb des Gerichtsgebäudes protestieren indische Frauenrechtler
Außerhalb des Gerichtsgebäudes protestieren indische Frauenrechtler

Nach der tödlichen Vergewaltigung einer 23 Jahre alten Studentin in Indien droht fünf der mutmaßlichen Täter die Todesstrafe. Die Männer wurden am Donnerstag des sexuellen Missbrauchs und des Mordes angeklagt. Sie sollen die junge Frau im Dezember 2012 vergewaltigt, brutal geschlagen und anschließend aus einem fahrenden Bus geworfen haben. Die Behörden erklärten, sie strebten die Todesstrafe an. Die Frau war trotz Notoperationen an ihren Verletzungen gestorben.

Ein sechster Verdächtiger soll noch minderjährig sein; er kommt vermutlich vor ein Jugendgericht. Gegen Minderjährige kann in Indien keine Mordanklage erhoben werden.

Aufschrei der Empörung

Die Vergewaltigung der jungen Frau hatte sowohl in Indien als auch international für einen Aufschrei der Empörung gesorgt. Auch am Mittwoch demonstrierten wieder Tausende Inderinnen für mehr Schutz von Frauen in ihrer Heimat.

Die 23-Jährige war am Abend des 16. Dezember 2012 in einem Minibus in der Hauptstadt Neu-Delhi brutal misshandelt worden, nachdem sie sich mit einem Freund einen Kinofilm angesehen hatte. Die Studentin wurde nach Polizeiangaben fast eine Stunde lang vergewaltigt, ihr Begleiter mit Eisenstangen geschlagen und schließlich nackt aus dem fahrenden Bus geworfen.

Zwei Wochen nach der Tat erlag sie in einem Krankenhaus in Singapur ihren schweren inneren Verletzungen. Medienberichten zufolge wurden Aussagen von 30 Zeugen gesammelt, der Polizeireport soll mehr als 1000 Seiten umfassen.

Quelle: dapd/oje
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