23.12.12

Afghanistan-Einsatz

Prinz Harry soll Taliban-Führer getötet haben

Ein Hoch auf Big H.: Die Briten feiern Prinz Harry, der in Afghanistan einen Taliban-Kommandeur bei einem Luftangriff getötet haben soll. Aus Kreisen der Streitkräfte gibt es keine Bestätigung.

Foto: pa/dpa/Sgt Russ Nolan RLC/Crown Copyrig

Prinz Harry ist Anfang September in Afghanistan angekommen.

6 Bilder

Prinz Harry hat einem Bericht der britischen Zeitung "The Sun" zufolge einen Taliban-Anführer in Afghanistan getötet und wird in Großbritannien als Held gefeiert. Der 28 Jahre alte Bruder von Prinz William, auf Platz drei der britischen Thronfolge, war demnach als Co-Pilot an einem Raketeneinsatz gegen die Islamisten beteiligt. Zuvor waren britische Soldaten auf die Spur eines Taliban-Kommandeurs gestoßen und hatten Unterstützung angefordert. Die Nachrichtenagentur dpa erfuhr aus Kreisen der britischen Streitkräfte, dass es keinerlei belastbaren Hinweise, für die Zeitungsberichte gebe.

Der "Sun" berichtete ein Soldat: "Wir waren auf Patrouille, und die Apache-Hubschauer waren angefordert. Wir hörten über Funk diese noble Stimme und wussten, das ist Big H." Harry, der unter Soldaten den Spitznamen Big H. trägt, habe anschließend aus einer 30-Milimeter-Kanone gefeuert – und getroffen.

Unter den Soldaten sei Jubel ausgebrochen. Es soll das erste Mal gewesen sein, dass Harry an einem tödlichen Luftangriff beteiligt war. Der "Sun" zufolge soll der Vorfall bereits im Oktober stattgefunden haben.

Prinz Charles um Harry besorgt

Prinz Harry gilt als äußerst beliebt unter Armee-Angehörigen. Zwischen 2007 und 2008 war er schon einmal 77 Tage in Afghanistan, allerdings unter höchster Geheimhaltung, weil die Verantwortlichen eine mögliche Entführung befürchtet hatten. Als vor wenigen Monaten Nacktfotos von ihm aus seiner Partynacht in Las Vegas aufgetaucht waren, standen vor allem Soldaten hinter dem Mitglied der Königsfamilie und hatten ihre Solidarität mit Harry ausgedrückt.

Eine militärische Ausbildung sowie ein Armee-Einsatz sind nicht unüblich unter männlichen Mitgliedern der Windsors. Prinz Andrew, der zweitälteste Sohn von Queen Elizabeth und Bruder von Thronfolger Prinz Charles, war für mehr als 20 Jahre Marineoffizier und unter anderem beim Falklandkrieg im Einsatz.

Harrys Vater hatte sich zuletzt sehr besorgt um seinen Sohn gezeigt, nachdem dieser wieder in Afghanistan stationiert ist. Denn das Camp, in dem Harry untergebracht ist, wurde schon einmal von Taliban angegriffen. "Glücklicherweise ruft er mich ab und zu an", sagte Charles bei einer Veranstaltung vor ein paar Wochen. "Ich sage ihm immer, wenn du mir einen Brief schreibst und nicht nur eine E-Mail oder SMS, wird der in 30 oder 40 Jahren ein interessantes Stück Zeitgeschichte sein."

Quelle: dpa/kami
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) bei der Vorbereitung seiner Aussage im BER-Untersuchungsausschuss
Aktualisiert vor 11 MinutenAbgeordnetenhaus
Live-Blog – Klaus Wowereit im BER-Untersuchungsausschuss

Berlins Regierender steht dem Untersuchungsausschuss zum BER-Debakel Rede und Antwort. Es dürfte die bislang spannendste Sitzung werden. Viktoria Solms und Christian Mutter sind live dabei. mehr...


Morgenpost-Autorin Jennifer Hinz vor einer begehrten Wohnung im Prenzlauer Berg
12:49Mietpreise
Wie die Wohnungssuche in Prenzlauer Berg zum Kampf wurde

Der Wohnungsmarkt in Prenzlauer Berg ist heiß umkämpft. Morgenpost-Autorin Jennifer Hinz begab sich dennoch auf die Suche. Sie traf auf schimpfende Makler und angebliche Rückzugsoasen. mehr...


Gideon Joffe, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, legte den Fokus darauf, Vermögenswerte für nachfolgende Generationen zu bewahren. Künftig sollten keine Immobilien mehr veräußert werden
13:25Finanzprobleme
Rangelei nach Abstimmung in der Jüdischen Gemeinde

Die Jüdische Gemeinde hat finanzielle Probleme. Damit die Gehälter der Mitarbeiter im Mai zeitnah ausgezahlt werden können, wurden nun Überbrückungsmöglichkeiten diskutiert. Danach kam es zu Tumulten. mehr...


Bild aus alten Zeiten: Lukasz Piszczek 2008 im Trikot von Hertha BSC. Erst in Dortmund konnte der Pole richtig durchstarten
07:33Fußball
Lukasz Piszczek – der einstige Herthaner im Londoner Finale

Zwei Jahre lang trug Lukasz Piszczek das Trikot von Hertha. Als die Berliner aus der Bundesliga abstiegen, wechselte er zu Dortmund. Und dort blühte der Pole unter Trainer Jürgen Klopp richtig auf. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Multimedia
Königlicher Auftritt

Prinz Harrys erster Auftritt nach Nackt-Skandal

Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Krawalle Wieder Ausschreitungen in Stockholm
Washington Brücke in USA eingestürzt
Grundsatzrede Obama will strengere Regeln für Drohnenangriffe
Queen of Soul Aretha Franklin braucht eine kleine Auszeit
 
title
Abi 2012

Hier finden Sie eine Übersicht der Abiturienten.mehr

1085783744.jpg
Ausbildung 2013

Ratschläge zur erfolgreichen Gestaltung und zur Berufswahlmehr

Bildschirmfoto 2013-05-07 um 15.39.57.png
Outletcenter

Diese Outletcenter bieten gute Ware zu günstigen Preisen... mehr

Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Philipp Rösler

Szenen einer Reise ins Silicon Valley

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote