13.12.12

Formel 1

Mercedes trennt sich von Motorsportchef Haug

Nach 22 Jahren trennen sich die Wege von Mercedes und Norbert Haug. Nach drei erfolglosen Formel-1-Jahren der Silberpfeile muss der Motorsportchef gehen. Starker Mann ist nun endgültig Niki Lauda.

Quelle: SID
13.12.12 0:32 min.
Norbert Haug ist nicht mehr Sportchef von Mercedes. Der Vertrag mit dem 60-Jährigen werde zum Jahresende "in gegenseitigem Einvernehmen" aufgelöst, teilte der Konzern aus Stuttgart am Donnerstag mit.

22 Jahre lang war Norbert Haug Motorsportchef bei Mercedes. Nun trennen sich die Wege. Der 60-Jährige wird im neuen Jahr nicht mehr für den Autobauer und dessen Formel-1-Team tätig sein. Dies gab Mercedes am Donnerstag bekannt.

"Ich bedanke mich für über 22 Jahre bei der besten Automobilmarke der Welt. Diese Zeit hatte keine Sekunde ohne Leidenschaft für mich parat", sagte Haug, der seit 1990 für Mercedes gearbeitet hatte. Seitdem trug Haug bei fast 1000 Rennen in den verschiedenen Klassen die Verantwortung. Gewonnen hat Mercedes in dieser Zeit über 400 Rennen und 56 Titel. Allein sechs in der Formel 1, gemeinsam mit McLaren, und 32 in der DTM.

"Er hat eine Ära geprägt"

"Norbert Haug war über 20 Jahre lang das Gesicht des Motorsport-Engagements von Mercedes-Benz. Er hat für mich eine ganze Ära geprägt - und als Highlight die erfolgreiche Rückkehr der Silberpfeile in die Formel 1 verantwortet", sagte Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG.

So erfolgreich war die Rückkehr jedoch gar nicht. Mercedes war vor drei Jahren mit einem eigenen Auto in die Formel 1 zurückgekehrt, große Siege aber blieben aus. Besonders das Comeback von Michael Schumacher verlief glücklos, der deutsche Rekordweltmeister konnte im Silberpfeil kein Rennen gewinnen und beendete nach der vergangenen Saison endgültig seine Karriere.

Lauda kam als Aufpasser

Fürs kommende Jahr hatte sich Mercedes bereits vor Wochen prominente Verstärkung geholt. Im Cockpit wird der Brite Lewis Hamilton sitzen, die Formel-1-Legende Niki Lauda wurde als Aufsichtsratsvorsitzender für die Formel-1-Abteilung gewonnen. Schon damals gab es Gerüchte, Laudas Verpflichtung könnte das Ende der Machtbefugnisse Haugs bedeuten. Der Österreicher galt als eine Art Aufpasser.

"Niki ist eine exzellente Wahl und Verstärkung für uns", hatte Haug damals gesagt: "Wir arbeiten als Team Hand in Hand, und unser gemeinsames Ziel ist der Erfolg."

Nun gibt es keine gemeinsamen Ziele mehr.

Quelle: sid/SUF
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